Europäische Zentralbank erhöht Leitzins angesichts anhaltender Inflation
Wirtschaft
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1h ago

Europäische Zentralbank erhöht Leitzins angesichts anhaltender Inflation

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent angehoben, den höchsten Stand seit Februar 2025. Dieser Schritt erfolgt als Reaktion auf die anhaltende Inflation, die im August bei 3,3 Prozent lag und damit deutlich über dem EZB-Ziel von 2,0 Prozent liegt. Die EZB begründet die Entscheidung mit dem Konflikt im Nahen Osten, der weiterhin Inflationsdruck erzeugt, sowie mit der Unsicherheit über die zukünftige Wirtschaftsentwicklung. Isabel Schnabel, deutsche Direktorin der EZB, erklärte, dass bei dem aktuellen Leitzins eine Rückkehr der Inflation auf das Ziel mittelfristig unwahrscheinlich sei und daher eine weitere Straffung erforderlich werde.

Die Ölpreise sind aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten und der möglichen Beeinträchtigung von Öl- und Gasexporten wieder gestiegen, wobei der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sich wieder in Richtung 100 US-Dollar bewegt. Höhere Leitzinsen sollen die Nachfrage bremsen und somit die Inflation dämpfen, können aber auch die Konjunktur abwürgen und Investitionen verteuern. Sparer könnten von besseren Konditionen profitieren, wenn Banken diese weitergeben.

Experten hatten die Zinserhöhung erwartet. Die Kerninflation, die die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel ausklammert, sank zwar auf 2,4 Prozent, doch die EZB sieht weiterhin Risiken für die Preisstabilität. An den Terminmärkten wird bereits mit einer weiteren Zinserhöhung im Dezember gerechnet. Die EZB tagte ausnahmsweise in Berlin.

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