Zehntausende demonstrieren bundesweit gegen Rechtsextremismus nach Wahlerfolg der AfD
Politik
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1h ago

Zehntausende demonstrieren bundesweit gegen Rechtsextremismus nach Wahlerfolg der AfD

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Zehntausende Menschen haben in über 35 deutschen Städten gegen Rechtsextremismus und die AfD demonstriert, insbesondere in Düsseldorf, Hamburg und Berlin. Die Proteste erfolgten eine Woche nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt und wurden von einem Bündnis aus über 100 Organisationen, Initiativen und Gewerkschaften organisiert. In Düsseldorf und Hamburg nahmen jeweils rund 20.000 bzw. 25.000 Menschen teil, während in Berlin die Polizei etwa 18.000 Teilnehmer zählte, Veranstalter jedoch 32.000 angaben. Ein zentrales Anliegen der Demonstranten ist die Prüfung eines Verbotsverfahrens gegen die AfD, wobei einige Kundgebungen, wie in Hamburg, diesen Ruf besonders deutlich machten. Neben den Demonstrationen gegen die AfD gab es auch Gegendemonstrationen, beispielsweise in Bamberg, wo etwa 1500 Menschen unter dem Motto „Einigkeit für Deutschland“ marschierten und unter anderem Neuwahlen sowie einen Migrationsstopp forderten. Die AfD wird bundesweit vom Verfassungsschutz beobachtet, wobei mehrere Landesverbände als gesichert rechtsextrem eingestuft werden. Nach dem Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt wurde die Prüfung eines Verbotsverfahrens durch eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe angeregt, was jedoch auf Skepsis stößt. Die Demonstrationen zeigen eine wachsende Besorgnis über den Rechtsruck in Deutschland und die Normalisierung rechtsextremer Positionen, wobei die Frage offen bleibt, ob ein Verbotsverfahren gegen die AfD tatsächlich angestrebt und durchgesetzt werden kann.

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