Volkswagen meldet Milliardenverlust im dritten Quartal, Porsche-Abschreibung und China-Geschäft belasten Konzern
Wirtschaft
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1h ago

Volkswagen meldet Milliardenverlust im dritten Quartal, Porsche-Abschreibung und China-Geschäft belasten Konzern

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Image: Spiegel De

Der Volkswagen-Konzern hat im dritten Quartal einen Verlust von 5,82 Milliarden Euro verzeichnet. Hauptursachen sind eine Abschreibung auf den Firmenwert der Sportwagentochter Porsche in Höhe von rund 6,4 Milliarden Euro sowie ein deutlicher Rückgang des Geschäfts in China. Der Umsatz sank um 6,3 Prozent auf rund 75,28 Milliarden Euro. Die Verkäufe des Konzerns gingen um fast 14,3 Prozent auf 1,89 Millionen Fahrzeuge zurück, wobei die Verkäufe in China besonders stark um 38,5 Prozent einbrachen. Neben der Porsche-Abschreibung und dem schwachen China-Geschäft belasten auch Sondereffekte in Höhe von 7,8 Milliarden Euro sowie der zunehmende Preis- und Wettbewerbsdruck das Ergebnis. Volkswagen erwartet für das Gesamtjahr Sonderkosten in Höhe von rund 10 Milliarden Euro und hat bereits die Gewinnprognose für 2023 deutlich gesenkt. Der Konzern plant zudem den Abbau von 50.000 Stellen bis 2030, was zu Diskussionen mit den Arbeitnehmervertretern führt. Finanzchef Arno Antlitz betonte, dass schnelles und entschlossenes Handeln erforderlich sei, um die finanzielle Situation zu verbessern. Die operative Umsatzrendite lag nach neun Monaten bei 3,8 Prozent, was als zu niedrig für zukünftige Investitionen angesehen wird.

Wo sie sich unterscheiden

  • Handelsblatt betonte die Notwendigkeit schneller und entschlossener Maßnahmen, zitiert Finanzchef Arno Antlitz direkt und hob die Diskussionen um den Stellenabbau hervor.
  • Die taz fokussierte stärker auf die Krise der Autoindustrie insgesamt und stellte den Verlust von Volkswagen in einen breiteren Kontext.
  • FAZ und NZZ legten den Fokus auf den bevorstehenden Umbau des Konzerns und den Stellenabbau, während andere Quellen die finanziellen Ergebnisse stärker betonten.
  • Spiegel.de und Zeit.de stellten die Porsche-Abschreibung und das China-Geschäft als Hauptursachen für den Verlust heraus, während andere Quellen auch andere Faktoren wie US-Zölle und die Elektrostrategie betonten.

Was noch nicht bekannt ist

  • Wie sich die geplanten Stellenabbau-Maßnahmen konkret auf die einzelnen Standorte und Mitarbeiter auswirken werden, bleibt abzuwarten.
  • Inwieweit die US-Zollpolitik und Kurskorrekturen bei der Elektrostrategie zukünftig das Geschäft von Volkswagen beeinflussen werden, ist noch nicht abschätzbar.
  • Ob Volkswagen die Gewinnprognose für das laufende Jahr noch weiter senken muss, hängt von der weiteren Entwicklung des Geschäfts und der Umsetzung der Sparmaßnahmen ab.

Hintergrund

  • Der Volkswagen-Konzern verzeichnete im dritten Quartal einen Verlust von 5,82 Milliarden Euro, hauptsächlich aufgrund einer Abschreibung auf Porsche und einem Rückgang des Geschäfts in China [Fact Refinery, 2023-10-26].
  • Der Umsatz des Konzerns sank um 6,3 Prozent auf rund 75,28 Milliarden Euro im dritten Quartal [Fact Refinery, 2023-10-26].
  • Die Verkäufe des Konzerns gingen um fast 14,3 Prozent auf 1,89 Millionen Fahrzeuge zurück, wobei die Verkäufe in China besonders stark um 38,5 Prozent einbrachen [Fact Refinery, 2023-10-26].
  • Volkswagen plant den Abbau von 50.000 Stellen bis 2030, was zu Diskussionen mit den Arbeitnehmervertretern führt [Fact Refinery, 2023-10-26].

Unsere Einschätzung

Unsere Lesart ist, dass Volkswagen sich in einer ernsthaften finanziellen Lage befindet, die durch eine Kombination aus spezifischen Abschreibungen und einem allgemeineren Rückgang der Nachfrage, insbesondere in China, verursacht wird. Die Notwendigkeit schneller Maßnahmen, die von Finanzchef Antlitz betont wird, deutet darauf hin, dass das Unternehmen die Situation als kritisch einschätzt und tiefgreifende Veränderungen vornimmt, einschließlich Stellenabbau. Die unterschiedliche Gewichtung der Faktoren durch verschiedene Medien deutet darauf hin, dass die Ursachen komplex sind und es keine einfache Erklärung für die Verluste gibt.

Worauf zu achten ist

  • Die konkreten Auswirkungen der geplanten Stellenabbau-Maßnahmen auf die einzelnen Standorte und Mitarbeiter werden sich in den kommenden Monaten zeigen (Volkswagen’s interne Mitteilungen und Pressemeldungen).
  • Ob Volkswagen die Gewinnprognose für 2023 noch weiter senken muss, hängt von den Ergebnissen des vierten Quartals ab (Volkswagen’s Finanzbericht für 2023).
  • Die Entwicklung des China-Geschäfts im vierten Quartal wird zeigen, ob der Rückgang ein vorübergehendes Phänomen oder ein langfristiger Trend ist (Volkswagen’s Verkaufszahlen für China im vierten Quartal).
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