Die US-Einwanderungsbehörde ICE hat den rechtsextremen Blogger Milo Yiannopoulos in sein Heimatland, das Vereinigte Königreich, abgeschoben, da er sein Aufenthaltsrecht überschritten hatte. Yiannopoulos war am 14. Mai 2019 legal in die USA eingereist und blieb nach Ablauf seines Visums im Land. Ein Einwanderungsrichter ordnete am 22. Juli eine endgültige Ausweisung an, nachdem Yiannopoulos nicht zu einer Anhörung erschienen war. Bekannt wurde Yiannopoulos als prominentes Gesicht der amerikanischen Rechten, wo er Hetze gegen Frauen, Schwarze, Eliten und Liberale verbreitete. Seine Karriere erlitt 2017 einen Rückschlag, nachdem ein Interview kursierte, in dem er Sex zwischen Männern und Jungen verteidigte, was zum Verlust seines Buchvertrags und zur Distanzierung von der konservativen Szene führte. Zuletzt arbeitete Yiannopoulos fast zwei Jahre für den Rapper Ye, bevor die Zusammenarbeit 2024 endete. Im vergangenen Jahr hatte er sich auf X positiv über ICE geäußert und forderte ICE-Kontrollpunkte an öffentlichen Orten und die sofortige Abschiebung illegaler Einwanderer. Linksgerichtete Medien betonen Yiannopoulos’ Hassreden, während rechtsgerichtete Quellen seine harte Haltung gegenüber illegaler Einwanderung hervorheben; unbestritten ist seine Ausweisung aufgrund eines Verstoßes gegen das Einwanderungsrecht. Die US-Einwanderungsbehörde ICE ist in den letzten Jahren verstärkt in die Kritik geraten, insbesondere wegen ihrer oft rechtlich fragwürdigen Razzien und der Todesfälle von mindestens sechs Menschen in ihrem Gewahrsam.
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