Die Opposition unter Führung der Sozialdemokratin Magdalena Andersson hat bei der schwedischen Parlamentswahl eine knappe Mehrheit von 176 der 349 Sitze errungen. Der konservative Block unter Führung des bisherigen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson erhielt 173 Mandate. Die Sozialdemokraten blieben mit 28 Prozent der Stimmen stärkste Kraft, mussten jedoch einen Rückgang gegenüber 2022 verzeichnen. Auch die rechtspopulistischen Schwedendemokraten mussten Verluste hinnehmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 84,8 Prozent, ein leichter Anstieg gegenüber 2022. Die Regierungsbildung gestaltet sich jedoch schwierig, da die Zentrumspartei eine Zusammenarbeit mit den Linken ablehnt, während die Linken im Gegenzug Ministerposten fordern. Ulf Kristersson hat seinen Rücktritt angekündigt und betont die Notwendigkeit konstruktiver Gespräche mit allen Parteien, um eine stabile Regierung zu bilden. Minderheitsregierungen sind in Schweden üblich, und die Wahl des Ministerpräsidenten oder der Ministerpräsidentin erfordert keine absolute Mehrheit gegen sich im Parlament. Es bleibt abzuwarten, ob Andersson die Amtsübernahme erfolgreich gestalten kann, angesichts der unterschiedlichen Positionen innerhalb des linken Lagers.
Originale Berichterstattung lesen
💬 Kommentare
📜 Kommentar-Richtlinie