Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September könnte zu gewalttätigen Ausschreitungen der linken Szene führen, falls die AfD eine Regierungsmehrheit erringt. Polizei-Lagepapieren zufolge sind „Protestaktionen“ gegen den Landtag und die Staatskanzlei zu erwarten, wobei mit einem Sturm auf das Parlament und Angriffen auf Politiker und Polizisten gerechnet wird. Diese Vorbereitungen wurden bereits im Zusammenhang mit einer AfD-Parteitagsdemonstration in Erfurt festgestellt. Für den Wahltag selbst rechnet die Polizei mit Demonstrationen „der bürgerlichen Mitte und der linken Szene“ gegen die AfD, wobei der Schwerpunkt nicht auf gewaltbereiten Demonstranten liegt. Ein Anti-AfD-Camp der linken Szene ist für den Zeitraum bis zum Wahltag in Bitterfeld geplant. Die Polizei hat zudem Morddrohungen gegen neun AfD-Politiker, darunter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund, registriert. In einer E-Mail wurden detaillierte Informationen über die Betroffenen und deren Familien offengelegt und eine „Tilgung“ der AfD angekündigt. Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern ermittelt weiterhin nach den Urhebern der Drohungen. Parallel dazu hat die rechte „Jägertruppe“ eine Demonstration mit dem Motto „Demokratie sichern!“ für den Wahltag in Magdeburg angemeldet, bei der jedoch nur mit einer geringen Teilnehmerzahl gerechnet wird. Die CDU könnte durch das Wahlergebnis gezwungen sein, ihre Ablehnung der Linken zu überwinden, was eine Zerreißprobe für die Partei darstellen würde.
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