Russland verstärkt Militär und bezieht nordkoreanische Unterstützung, Selenskyj warnt vor weiterer Mobilmachung
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Image: Spiegel De
Russland hat laut ukrainischem Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einer zusätzlichen Mobilmachung begonnen und plant, verstärkt ausländische Kämpfer einzusetzen. Dies geschieht zeitgleich mit einer Erhöhung der russischen Armee um 15.500 Soldaten, die durch ein Dekret von Präsident Putin angeordnet wurde. Selenskyj berichtet zudem, dass sich derzeit über 8.000 nordkoreanische Soldaten auf russischem Territorium befinden und weitere 10.000 entsandt werden sollen. Im Gegenzug für diese militärische Unterstützung produziert Nordkorea unter russischer technischer Aufsicht iranische Angriffsdrohnen vom Typ „Shahed“. Parallel zu diesen Entwicklungen setzt Russland seine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw fort, wobei es am Montagabend zu Explosionen kam und ein Verwaltungsgebäude sowie eine Bildungseinrichtung getroffen wurden. Die russischen Militärausgaben sollen im kommenden Jahr auf einen neuen Höchststand von rund 178 Milliarden Euro steigen. Die ukrainische Luftwaffe warnte in der Nacht vor einer Bedrohung durch ballistische Raketen in der Region Kyjiw. Die Situation verschärft sich, während Russland seine militärische Kapazität ausbaut und internationale Unterstützung sucht, was Selenskyj als Ausbreitung einer globalen Bedrohung bezeichnet.
Wo sie sich unterscheiden
- Die *Frankfurter Allgemeine Zeitung* betont die Anwerbung von Drohnenoperatoren durch die russische Armee mit einem Jahresgehalt von 56.000 Euro, während *Spiegel Online* und *n-tv* diesen Aspekt nicht hervorheben.
- n-tv* gibt detailliertere Informationen zu den geplanten Militärausgaben Russlands für die nächsten drei Jahre, während *Spiegel Online* und *FAZ* dies nur kurz erwähnen.
- Die *FAZ* berichtet über einen Brand in einem dreistöckigen Nichtwohngebäude im Petschersk-Viertel von Kyjiw, während *Spiegel Online* und *n-tv* dies nicht erwähnen.
Was noch nicht bekannt ist
- Der genaue Umfang der russischen Mobilmachung und die Anzahl der tatsächlich rekrutierten ausländischen Kämpfer sind unklar.
- Die konkreten Technologien, die Russland im Gegenzug für die nordkoreanische Unterstützung liefert, werden nicht näher spezifiziert.
Hintergrund
- Russland hat im November 2022 eine Teilmobilmachung angeordnet, um seine Truppen in der Ukraine zu verstärken [Fact Refinery, 2022-11-28].
- Die nordkoreanische Regierung hat in der Vergangenheit militärische Unterstützung für Russland angeboten, insbesondere im Bereich der Rüstung [background knowledge].
- Die russischen Militärausgaben sind seit der Annexion der Krim im Jahr 2014 stetig gestiegen [background knowledge].
- Präsident Putin erließ im Dezember 2022 ein Dekret zur Erhöhung der russischen Armee auf über 1,5 Millionen Soldaten [Fact Refinery, 2022-12-15].
Unsere Einschätzung
Unsere Einschätzung ist, dass Russland angesichts der anhaltenden Kämpfe in der Ukraine und der offenbar begrenzten eigenen Ressourcen auf eine Kombination aus interner Mobilisierung und externer Unterstützung setzt. Die Kooperation mit Nordkorea, die den Austausch von militärischer Technologie und Personal beinhaltet, deutet auf eine wachsende Verzweiflung und die Bereitschaft hin, unkonventionelle Partnerschaften einzugehen. Die Erhöhung der Militärausgaben unterstreicht die langfristige Ausrichtung auf militärische Stärke, während die Angriffe auf Kyjiw die fortgesetzte Aggression und den Versuch signalisieren, die ukrainische Infrastruktur zu schwächen.
Worauf zu achten ist
- Die tatsächliche Anzahl der in Russland stationierten nordkoreanischen Soldaten und der Beginn weiterer Truppenbewegungen, beobachtbar durch Satellitenbilder und Geheimdienstberichte [offene Quellen, militärische Analysen].
- Die Entwicklung der russischen Militärausgaben im kommenden Jahr und die konkrete Verwendung der zusätzlichen Mittel, zu verfolgen anhand offizieller russischer Haushaltsdaten [russische Finanzministerium].
- Bestätigungen über die Art und den Umfang der von Nordkorea produzierten iranischen Drohnen und deren Einsatz in der Ukraine, zu beobachten durch Berichte über Luftangriffe und Drohnenabwehr [ukrainische Streitkräfte, OSINT-Quellen].
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