Russland hat die Ukraine mit einer Welle von Raketen-, Marschflugkörper- und Drohnenangriffen angegriffen, wobei Energieanlagen und medizinische Einrichtungen getroffen wurden. Bei einem Angriff auf ein Krankenhaus in Charkiw wurden mindestens 73 Menschen verletzt und 226 Patienten in andere Kliniken verlegt. In der Region Saporischschja starben bei einem Angriff auf ein Hilfszentren 31 Menschen, weitere 50 werden vermisst. Gleichzeitig laufen diplomatische Bemühungen, um Verhandlungen zwischen der Ukraine, den USA und Russland zu ermöglichen, die nächste Woche in Abu Dhabi stattfinden sollen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj befindet sich in Berlin, um Unterstützung zu suchen und Positionen abzustimmen. Russland bestätigte die Teilnahme an den Gesprächen, während die Ukraine massive Stromausfälle durch gezielte Angriffe auf Kraftwerke meldet. Drohnenjäger im Donbass berichten von zunehmender Unsicherheit und der Unbewohnbarkeit der Region. Die ukrainische Flugabwehr ist geschwächt, da Nachschub an Abwehrraketen fehlt.
Die Angriffe konzentrierten sich auf Energieanlagen, was zu großflächigen Stromausfällen führte, insbesondere in der Region Schytomyr, wo über 180.000 Haushalte betroffen waren. Russland gab an, gezielt Wärmekraftwerke in den Gebieten Winnyzja, Dnipropetrowsk und Charkiw sowie mehrere Umspannwerke angegriffen zu haben. Der private ukrainische Versorger DTEK teilte mit, dass drei seiner Kraftwerke aufgrund der Zerstörung keinen Strom mehr produzieren können. Die ukrainische Luftwaffe meldete den Einsatz verschiedener Raketen- und Drohnentypen und die Abwehr eines Teils davon.
Selenskyj warf Russland einen "niederträchtigen Terroranschlag" in Komyschuwacha vor, da das Hilfszentrum gezielt angegriffen wurde, während dort humanitäre Hilfe verteilt wurde. Er betonte, dass Russland wusste, dass die Bewohner jede Woche dort Hilfe erhielten. In Berlin sicherte Bundeskanzler Merz weitere Unterstützung für die Ukraine zu, einschließlich einer zusätzlichen Milliarde Euro an Militärhilfe und 350 Millionen Euro für den Energiesektor.
Unsere Einschätzung ist, dass die russischen Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur eine bewusste Eskalation darstellen, die darauf abzielt, die Zivilbevölkerung zu treffen und den ukrainischen Widerstand zu brechen. Die gezielten Angriffe auf Energieanlagen und humanitäre Einrichtungen deuten auf eine Strategie hin, die über militärische Ziele hinausgeht und die Lebensgrundlagen der Bevölkerung untergraben soll. Die gleichzeitigen diplomatischen Bemühungen scheinen von einem Mangel an Vertrauen und unterschiedlichen Erwartungen geprägt zu sein, was die Aussichten auf eine baldige Deeskalation trübt.
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