Russland erlässt Haftbefehl gegen Telegram-Gründer Pawel Durow
Politik
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2h ago

Russland erlässt Haftbefehl gegen Telegram-Gründer Pawel Durow

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Russische Behörden haben einen internationalen Haftbefehl gegen den Gründer des Messaging-Dienstes Telegram, Pawel Durow, erlassen. Der FSB wirft Durow vor, Kanäle zu betreiben, die angeblich terroristische Inhalte verbreiten und nicht gelöscht werden. Laut Informationen von *Spiegel Online* und *welt.de* bestätigte der russische Nachrichtendienst diese Maßnahme.

Durow selbst reagierte auf den Haftbefehl mit einer deutlichen Stellungnahme. Er bezeichnete die Vorwürfe als politisch motiviert. Die Entscheidung des FSB wird als Reaktion auf Telegrams Weigerung gewertet, Daten an die russischen Behörden weiterzugeben und Zensurforderungen nachzukommen. Durow hatte bereits in der Vergangenheit Kritik an der russischen Regierung geäußert und sich gegen Versuche, den Dienst zu kontrollieren, positioniert.

Die Vorwürfe des FSB konzentrieren sich auf die angeblich unzureichende Moderation von Inhalten auf Telegram-Kanälen. Es wird behauptet, dass diese Kanäle zur Verbreitung extremistischer Ideologien und zur Rekrutierung von Kämpfern genutzt werden. Die russischen Behörden fordern seit längerem die Löschung solcher Inhalte und die Identifizierung der Betreiber.

Durow weist die Anschuldigungen zurück und betont, dass Telegram als Plattform für freie Meinungsäußerung konzipiert sei. Er argumentiert, dass eine umfassende Moderation von Inhalten nicht praktikabel sei und gegen die Prinzipien der Privatsphäre verstoße. Die Entscheidung des FSB könnte weitere Schritte nach sich ziehen, darunter Versuche, Durow in einem Drittland auszuliefern.

Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Haftbefehl auf die Zukunft von Telegram und dessen Nutzerbasis auswirken wird. Der Dienst ist vor allem in Russland und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion weit verbreitet, aber auch international gewinnt er an Bedeutung. Die russische Regierung hat bereits mehrfach versucht, Telegram zu blockieren, was jedoch aufgrund der technischen Struktur des Dienstes nur schwer umzusetzen war. Ob die aktuelle Maßnahme zu einer effektiven Einschränkung von Telegram in Russland führen wird, ist derzeit ungewiss.

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