Ein Rohöltanker wurde Berichten zufolge in der Straße von Hormus auf der Backbordseite von einem unbekannten Projektil getroffen, während sich die Besatzung in Sicherheit befindet. Der Vorfall ereignete sich nahe der Küste Omans und folgt auf einen ähnlichen Angriff am Vortag. Die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) meldete den Beschuss unter Berufung auf den Kapitän des Schiffes. Dieser Vorfall ereignet sich vor dem Hintergrund einer Zunahme von Angriffen auf Schiffe in der strategisch wichtigen Meerenge, wo der Iran im Konflikt mit den USA den Verkehr weitgehend blockiert und auch US-Militär zivile iranische Schiffe angegriffen hat. Als Reaktion auf steigende Treibstoffpreise haben die G7-Staaten die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Reserven vereinbart, wobei ein erheblicher Teil innerhalb der ersten 20 Tage freigegeben werden soll. Diese Maßnahme führte zu einem Rückgang der Ölpreise, wurde jedoch vom Grünen-Bundestagsabgeordneten Michael Kellner als politische Dummheit kritisiert. Trotz der zunehmenden Angriffe auf Schiffe durch den Iran gelangt weiterhin Öl durch die Straße von Hormus.
Unsere Lesart ist, dass die Freigabe von Ölreserven durch die G7-Staaten eine Reaktion auf steigende Treibstoffpreise und die zunehmende Instabilität in der Straße von Hormus ist. Die Angriffe auf Schiffe, kombiniert mit der iranischen Blockade, scheinen die Ölpreise zu beeinflussen, was die G7 zu dieser Maßnahme veranlasst hat. Trotz der Kritik von Michael Kellner deutet die Freigabe darauf hin, dass die G7-Staaten die Versorgungssicherheit gewährleisten wollen, auch wenn dies kurzfristig zu einem Preisrückgang führt.
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