In Nepal kam es zu einem massiven Bergsturz, der eine verheerende Sturzflut auslöste, bei der über 350 Menschen ums Leben kamen und mehr als 1500 vermisst werden. Laut Glaziologin Mylène Jacquemart begann das Unglück mit einem sehr großen Bergsturz, der einen Gletscher mitriss. Die Kombination aus Fels, Eis und Wasser führte zu einer extrem schnellen und zerstörerischen Flut, die über 100 Kilometer durch Täler tobte. Die Dimensionen des Bergsturzes sind selbst für Himalaya-Verhältnisse immens, ähnlich einem Ereignis im indischen Himalaya im Jahr 2021. Warnsysteme wären zwar theoretisch möglich, erforderten aber eine genaue Beobachtung vor Ort und Technologien wie seismische Geräte oder Satellitendaten. Die Region ist stark vom Tourismus abhängig, der etwa acht Prozent des BIP ausmacht und eine Million Arbeitsplätze sichert. Globetrotter-Chef André Lüthi betont, dass die Menschen in Nepal trotz Naturkatastrophen Wärme ausstrahlen und ruft dazu auf, Nepal auch weiterhin zu bereisen, um die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen. Die große offene Frage ist, inwieweit der Klimawandel zu solchen Ereignissen beiträgt, wobei detaillierte Untersuchungen vor Ort klären müssen, ob der auftauende Permafrost eine Rolle spielte. Unter den Vermissten befinden sich auch zahlreiche Touristen, darunter eine Gruppe von 55 Pilgern aus der Ukraine und 15 von 34 vermissten Australiern.
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