Ein Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle im August, bei dem ein Sprengsatz durch Zufall nicht zündete, wird von der deutschen Regierung Russland zugeschrieben. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnet die Beweise als „gerichtsfest“ und fordert eine entschlossene Verteidigung gegen hybride Kriegsführung. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von ukrainischen Transportmaschinen, was die Vermutung verstärkt, dass Russland hinter dem Angriff steckt. Merz warnte vor einem „großen Inferno“, hätte die Drohne gezündet, und rechnet mit weiteren Angriffen. Die Regierung begann mit der „Operation Antwort“, nachdem nach 28 Tagen die Ermittlungen Drohnenreste, Sprengstoff, Videos, Funksignale und DNA-Funde ausgewertet hatten. Innenminister Alexander Dobrindt betonte, dass Deutschland tägliches Ziel hybrider Kriegsführung sei. Parallel dazu gab es einen Drohnenangriff auf das Hauptquartier des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU in Kiew, bei dem sieben Menschen verletzt wurden und der ukrainische Präsident Selenskyj Vergeltung schwor. Die Situation erinnert laut Merz an die Nachrüstungsdebatte der 1980er Jahre und erfordert eine klare Haltung. Es bleibt offen, inwieweit die russische Regierung tatsächlich in den Angriff in Leipzig verwickelt ist, da Moskau jegliche Verantwortung bestreitet und den Vorwurf der fehlenden Beweise erhebt.
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