Die Houthi-Miliz hat die Kontrolle über die Westküste des Jemen erlangt und damit uneingeschränkten Zugang zur strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab erhalten. Dies gefährdet die wichtige Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien und hat zu internationaler Besorgnis geführt. Saudi-Arabien warnt vor einer Geiselnahme der Weltwirtschaft durch die Houthi. Die jüngste Offensive hat bereits über 125.000 Menschen zur Flucht gezwungen. Die Houthi bauen ihre Positionen um die Meerenge aus, unter anderem durch den Bau von Gräben und möglicherweise durch den Einsatz von Minen. Der UN-Sicherheitsrat hat bereits zwei Dringlichkeitssitzungen zu der Lage einberufen. Die USA beschuldigen den Iran, die Houthi mit Geld und Waffen zu unterstützen, während Teheran selbst unter Gegenblockaden und Sanktionen leidet. Es bleibt abzuwarten, ob der Iran seine Ziele durch die Offensive erreicht – die anderen Golfstaaten für eine Nachkriegsordnung in der Straße von Hormus zu gewinnen – oder ob weitere Staaten in den Konflikt hineingezogen werden. Die Houthi beschießen zudem verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. Die Kämpfe konzentrieren sich derzeit auf die Provinz Tais, wo Regierungstruppen versuchen, den Vormarsch der Houthi zu stoppen. In der Region Tais mussten bereits 67.000 Menschen fliehen.
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