Die Außenminister der G20-Staaten haben bei ihrem Treffen in Atlanta auf ein gemeinsames „Familienfoto“ mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow verzichtet. Bundesaußenminister Johann Wadephul hatte zunächst erklärt, er schließe ein gemeinsames Foto nicht grundsätzlich aus, betonte dann aber, dass es kein gemeinsames Foto mit Lawrow geben werde, um keine falschen Signale zu senden. Der Schritt signalisiert eine klare Haltung gegenüber Russland angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine. Neben dem Umgang mit Russland beschäftigen die G20 auch die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine und des Konflikts im Iran, insbesondere die Auswirkungen auf den Handel mit Getreide, Düngemitteln, Öl und Gas. US-Außenminister Marco Rubio forderte eine engere Zusammenarbeit, um den Bedrohungen für den globalen Handel und die Energieversorgung entgegenzutreten. Die USA werfen ihren Partnern im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg wiederholt mangelnde Unterstützung vor. Lawrow nahm an den Beratungen teil und saß zwischen den Vertretern Saudi-Arabiens und Mexikos, während Rubio den polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski, einen scharfen Kritiker Russlands, direkt neben sich platzierte. Die Europäer hatten sich im Vorfeld eng über die Teilnahme an einem gemeinsamen Foto abgestimmt.
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