Geleakte E-Mails werfen Fragen nach dem Kenntnisstand von AfD-Chefin Alice Weidel über illegale Wahlkampfspenden aus der Schweiz auf. Demnach könnte Weidel früher von den Zahlungen gewusst haben, als sie öffentlich behauptete. Die AfD hatte gerichtlich gegen die Einbehaltung einer Sachspende in Höhe von 2,3 Millionen Euro durch die Bundestagsverwaltung geklagt, verlor aber in erster Instanz. Im Juni 2026 hatte der Bundesvorstand der AfD eine Information veröffentlicht, in der er beklagte, dass 2,3 Millionen Euro Sachspende nicht ausgezahlt wurden und sich eine "himmelschreiende Ungerechtigkeit" ereigne. Die AfD gab sich siegessicher und sagte: "Erst holen wir uns unser Geld zurück, und danach unser Land". Im Jahr 2017 sollen 132.000 Euro aus der Schweiz illegal auf Weidels Wahlkampfkonto geflossen sein. Die geleakten E-Mails deuten darauf hin, dass Weidel möglicherweise schon früher über diese Zahlungen informiert war. Es bleibt unklar, inwieweit die geleakten E-Mails weitere Konsequenzen für die AfD oder Weidel haben werden und ob die Partei weitere rechtliche Schritte einleiten wird.
Unsere Lesart ist, dass die geleakten E-Mails die Behauptung der AfD, Alice Weidel habe erst spät von den illegalen Spenden erfahren, untergraben. Die Partei scheint sich in einer schwierigen Lage zu befinden, da die Beweislage potenziell ihre Glaubwürdigkeit beschädigt und weitere rechtliche Schritte notwendig machen könnte. Es ist wahrscheinlich, dass die AfD versuchen wird, die Situation zu kontrollieren, indem sie die Vorwürfe als politisch motiviert abtut.
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