Christoph Bals, einer der Mitbegründer von Germanwatch und eine führende Figur der deutschen Klimapolitik, wird Ende des Jahres von seinem Amt als Vorstand der Umwelt- und Entwicklungsorganisation zurücktreten und zur Stiftung Zukunftsfähigkeit wechseln. Jennifer Tollmann und Lutz Weischer haben bereits neue Aufgaben als geschäftsführende Vorstände bei Germanwatch übernommen. Bals’ Weggang markiert das Ende einer Ära für die NGO, die sich seit ihrer Gründung nach der Wende als Gegengewicht zu Nationalismus und zur Förderung des Umweltschutzes im globalen Süden versteht. Germanwatch hat sich frühzeitig für die Zusammenhänge zwischen Klimaschutz und globaler Gerechtigkeit eingesetzt und mit ihrem Klima-Risiko-Index regelmäßig Aufsehen erregt. Gleichzeitig debütierte der in Dresden geborene Ryan Naderi für die tschechische Nationalmannschaft im Nations League-Spiel gegen Spanien, nachdem er zuvor Angebote der bulgarischen Nationalmannschaft abgelehnt hatte. Naderi wechselte im Winter für eine Drittliga-Rekordsumme von sechs Millionen Euro von Hansa Rostock zu den Glasgow Rangers. Sein Ex-Verein Hansa Rostock hat nun einen neuen Kunstrasenplatz erhalten, der die Talentschmiede des Vereins unterstützen soll.
Bals betonte, dass Germanwatch künftig von einer „größeren, jüngeren und weiblicheren“ Führungsspitze geleitet werden soll. Er selbst sieht seine Aufgabe nun darin, den Erhalt der Lebensgrundlagen durch die Arbeit der Stiftung Zukunftsfähigkeit zu fördern. Germanwatch hat sich von Anfang an kritisch mit der Politik der Industrienationen auseinandergesetzt und dabei stets die Perspektive des globalen Südens berücksichtigt. Die Organisation wies frühzeitig darauf hin, dass arme Länder besonders stark unter den Folgen des Klimawandels leiden. Bals’ politischer Werdegang ist ungewöhnlich; er engagierte sich früh in der Friedensarbeit und war als Berater der Modrow-Regierung an der Energiewende und der Einrichtung von Nationalparks in der DDR beteiligt. Seine Nähe zur Politik ist in der Klimabewegung nicht unumstritten.
Naderi, der eine tschechische Mutter und einen bulgarischen Vater hat, zeigte sich nach seinem Debüt begeistert, obwohl sein vermeintliches Tor aufgrund eines Fouls nicht zählte. Er lobte die Chance, für Tschechien spielen zu dürfen und betonte, dass er in letzter Zeit große Fortschritte gemacht habe.
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