In Berlin zeichnet sich ein enges Rennen um die Führung bei der bevorstehenden Wahl zum Abgeordnetenhaus ab. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey sieht die Linke mit 21 Prozent knapp vor der CDU mit 20 Prozent. Die AfD liegt bei 18 Prozent, während die Grünen 16 Prozent erreichen. Die SPD erleidet mit 12 Prozent einen historischen Tiefstand. Das BSW und die FDP scheinen die Fünf-Prozent-Hürde nicht zu überwinden. In Mecklenburg-Vorpommern führt die SPD mit 37 Prozent vor der AfD mit 36 Prozent, während die CDU mit nur 6 Prozent hinter der Linken (9 Prozent) zurückfällt.
Die Umfrage in Berlin zeigt ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich seit Wochen abzeichnet. Die Abstände zwischen den Parteien sind gering und liegen oft innerhalb der statistischen Fehlertoleranz. Der CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers übernahm die Spitzenkandidatur erst vor zehn Wochen, nachdem der Regierende Bürgermeister Wegner aufgrund von Kritik an seiner Krisenkommunikation nach einem Stromausfall zurücktrat. Evers setzt auf Sicherheit, einen strikten Sparkurs und eine sauberere Stadt, was sich in Vorschlägen wie der Verpflichtung von Bürgergeldempfängern zum Müllsammeln oder einem Verfassungstreue-Check für Beamte zeigt.
In Mecklenburg-Vorpommern konnte die SPD in den letzten Wochen neun Prozentpunkte zulegen, während die AfD einen Zähler verlor. Die CDU stürzt um einen Punkt auf sechs Prozent ab und landet hinter der Linken. Die amtierende Regierung aus SPD und Linken hätte knapp keine Mehrheit. Rund 21 Prozent der befragten Wahlberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern waren sich noch nicht sicher, wen sie am Sonntag wählen würden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig genießt mit 62 Prozent Zustimmung, während Leif-Erik Holm von der AfD nur 30 Prozent Unterstützung erhält.
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