Nach einem Hackerangriff auf die Berliner Landesverwaltung haben Kriminelle Daten von rund 1,4 Millionen Personen im Darknet veröffentlicht. Die Gruppe Rhysida hatte ein Ultimatum gestellt und ein Lösegeld von zwei Millionen Euro gefordert, das der Senat ablehnte. Unter den veröffentlichten Daten befinden sich persönliche Informationen von Landesbeschäftigten, darunter Arbeitszeugnisse, Gehaltsabrechnungen, Gesundheitsdaten wie Reha-Unterlagen und sogar Geburtsurkunden von Kindern von Mitarbeitern. Auch Daten von Privatbürgern und Unternehmen sind betroffen, darunter Bauangelegenheiten, Notfallpläne und sicherheitsrelevante Informationen über kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser und Tanklager. Der Chaos Computer Club bewertete die Veröffentlichung als unangenehm für die Verwaltung, während IT-Sicherheitsexperten die Entscheidung des Senats, keine Lösegeldzahlungen zu leisten, lobten, da dies gesetzlich nicht erlaubt ist. Die Hackergruppe hatte im August unbemerkt Zugriff auf die Netze der Senatsverwaltungen für Bauen und Verkehr erhalten. Es gibt nach Angaben des Senats keine Erkenntnisse über Verbindungen der Hacker nach Russland. Die Weigerung des Senats, auf die Erpressung einzugehen, wurde von Fachleuten begrüßt, obwohl die Daten nun in den Händen von Kriminellen sind und potenziell schädliche Auswirkungen haben können. Die Senatskanzlei will betroffene Bürger informieren und empfiehlt, im Falle von Betrug oder Identitätsmissbrauch Strafanzeige zu erstatten. Die Frage, wie die Hacker Zugriff auf die Netzwerke erlangen konnten und welche Sicherheitslücken dies aufzeigt, bleibt offen.
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