Donald Trump hat die US-Midterm-Wahlen verloren, doch eine Abkehr von seinem protektionistischen Wirtschaftskurs ist unwahrscheinlich. Sowohl die Demokraten als auch die Republikaner verfolgen eine protektionistische Handelspolitik, die europäische Interessen wenig berücksichtigt. Experten gehen davon aus, dass sich Trump angesichts innenpolitischer Schwierigkeiten verstärkt der Außenpolitik zuwenden wird, was die Gefahr einer neuen globalen Achse aus China und Russland birgt. Die Europäische Union könnte zwischen diesen Mächten geoökonomisch zerrieben werden, da regelbasierter Handel keine Priorität hat.
Die taz berichtet, dass der angeschlagene US-Präsident versuchen wird, außenpolitisch zu glänzen, insbesondere durch die Vertiefung der Beziehungen zu China und Russland. Dies könnte zu einer neuen „Achse des Bösen“ führen, die die EU wirtschaftlich gefährdet. Es wird betont, dass Europa unabhängiger von den USA und China werden muss, indem es den Binnenmarkt stärkt, die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Demokratien ausbaut und neue Handelsabkommen aushandelt. Insbesondere wird die Wiederaufnahme von Brexit-Gesprächen und die Integration von Kanada in die EU vorgeschlagen.
Spiegel Online weist darauf hin, dass die letzten Jahre von Trumps Präsidentschaft für Europa herausfordernd sein werden. Die Berichterstattung deutet an, dass Trump seine protektionistische Politik beibehalten wird, da er Dekrete anstelle von Gesetzen nutzt, um Zölle zu erheben. Dies könnte die EU in eine schwierige Lage bringen, da sie auf den Zugang zu wichtigen Märkten und Rohstoffen angewiesen ist. Die Spiegel-Berichterstattung ist jedoch nicht mehr abrufbar, da der Link abgelaufen ist oder die Artikel bereits zu oft aufgerufen wurden.
Unsere Lesart ist, dass die Vereinigten Staaten unter Trump weiterhin eine unberechenbare Größe in der Weltwirtschaft bleiben werden. Wir sehen, dass die innenpolitischen Schwierigkeiten Trumps ihn wahrscheinlich dazu veranlassen werden, sich stärker auf die Außenpolitik zu konzentrieren, was das Risiko einer verstärkten Zusammenarbeit mit China und Russland birgt und die EU in eine prekäre Lage bringen könnte. Die Betonung auf protektionistische Maßnahmen deutet darauf hin, dass die EU gezwungen sein wird, ihre eigene wirtschaftliche Unabhängigkeit zu stärken, um den potenziellen negativen Auswirkungen entgegenzuwirken.
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