Die USA und Russland haben scharfe Kritik an Annalena Baerbock geäußert, der amtierenden Präsidentin der UN-Generalversammlung. Sie werfen ihr vor, sich bei der Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs unzulässigerweise in die Kompetenzen des Sicherheitsrats einzumischen. Baerbock hatte sich für eine Frau als Nachfolgerin von António Guterres ausgesprochen, was in den USA als „Heuchelei“ und in Russland als Kompetenzanmaßung gewertet wird. Die amerikanische UN-Botschafterin bezeichnete Baerbock demnach als eine „diplomatische Superstarin“, die ihre Kompetenzen überschreite. Der Streit entzündete sich kurz vor dem Ende von Baerbocks Amtszeit bei den Vereinten Nationen. Es ist unklar, welche Auswirkungen die Kritik auf den weiteren Auswahlprozess haben wird und ob Baerbocks Vorstoß auf eine weibliche Nachfolgerin dadurch gefährdet ist. Die Kritik von USA und Russland deutet auf eine mögliche Blockade des Kandidaten hin, den Baerbock unterstützt.
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