Eine Fähre, die „Virgo Transport 8“, ist in der Javasee vor der Küste Indonesiens gesunken. Bei dem Unglück sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen, während über 100 Personen weiterhin vermisst werden. Die Fähre befand sich auf dem Weg von Surabaya auf Java nach Banjarmasin auf Borneo, als am Sonntagmorgen der Funkkontakt abbrach. Nach Angaben der Rettungskräfte kämpften sie mit bis zu zweieinhalb Meter hohen Wellen. 113 Menschen wurden gerettet, während die Suche nach den Vermissten andauert. Behördenangaben zufolge befanden sich insgesamt 243 Menschen an Bord des Schiffes. Der Kapitän habe kurz vor dem Verlust des Kontakts von einer Schlagseite des Schiffes berichtet. Indonesien, ein Inselstaat mit über 17.000 Inseln, ist stark auf Fährverbindungen für den Transport von Passagieren und Gütern angewiesen. Schiffsunfälle sind in dem Land keine Seltenheit, oft verursacht durch schlechte Wetterbedingungen und mangelnde Sicherheitsstandards. Im August kamen bei einem Fährbrand mindestens fünf Menschen ums Leben, und im Juli starben bei dem Untergang einer Fähre mindestens vier Menschen, wobei 14 weitere vermisst wurden. Die Rettungskräfte setzen ihren Einsatz fort, doch die hohen Wellen erschweren die Suche erheblich. Die genaue Ursache für den Untergang der „Virgo Transport 8“ ist noch unklar, aber schlechtes Wetter wird als möglicher Faktor genannt.
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