Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll weiter eingegrenzt. Fünf Bundesländer, Rheinland-Pfalz, Hessen, Berlin, Sachsen und das Saarland, sind aus dem laufenden Auswahlverfahren ausgeschieden, wodurch die Fläche potenzieller Standorte auf weniger als fünf Prozent der deutschen Landesfläche reduziert wurde. Die BGE analysiert die geologische Sicherheit der verbleibenden Gebiete schrittweise, wobei die Anforderungen bei jedem Prüfschritt erhöht werden. Granit, Salz und Ton gelten als potenziell geeignete Gesteinsarten. Die Entscheidung über den endgültigen Standort liegt beim Bundestag, der bis spätestens 2050 ein Lager für rund 27.000 Kubikmeter Atommüll finden soll. Die Suche begann 2013 mit einem Neustart und umfasste 2020 noch 54 Prozent der Fläche Deutschlands, die dann auf 25 Prozent im Jahr 2025 reduziert wurde. Die Ergebnisse der Analyse werden auf der Webseite der BGE als interaktive Karte veröffentlicht. Die verbleibenden Gebiete befinden sich hauptsächlich in Süddeutschland, Ostdeutschland sowie im Norden und Nordwesten Deutschlands. Die BGE plant, die Flächen bis Ende 2027 weiter einzugrenzen, um nur noch wenige Standortregionen für die Erkundung vorzuschlagen.
Unsere Lesart ist, dass die BGE den Suchprozess für ein Atommüll-Endlager systematisch und schrittweise eingrenzt, um die Auswahl auf realistisch prüfbare Gebiete zu konzentrieren. Die Reduzierung der Fläche auf weniger als fünf Prozent deutet auf eine Intensivierung der Analyse hin, bei der die Anforderungen in jeder Phase erhöht werden. Wir sehen dies als einen Versuch, den politischen Druck zu erhöhen und den Zeitplan für die endgültige Standortentscheidung einzuhalten.
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