Ein Datenleck bei der AfD hat Hinweise auf eine illegale Spende von 132.000 Euro an den AfD-Kreisverband von Alice Weidel im Jahr 2017 ans Licht gebracht, die für den Bundestagswahlkampf verwendet werden sollte. E-Mails und Dokumente deuten darauf hin, dass Weidel möglicherweise früher von den Zahlungen wusste, als sie bisher angegeben hat. Die AfD-Chefin weist die Vorwürfe zurück. Parallel dazu ereigneten sich in Frankreich Schüsse in mehreren Gemeinden nahe Paris, bei denen ein Mensch getötet und vier weitere verletzt wurden. Der französische Innenminister Laurent Nuñez bezeichnete die Tat als "terroristischen Anschlag". Ein Mann wurde festgenommen, die Hintergründe sind noch unklar, könnten aber rassistischer Natur sein.
Die AfD musste nach einem Gerichtsurteil bereits 400.000 Euro Strafe wegen der Spendenaffäre zahlen. Die nun im Rahmen des Datenlecks aufgetauchten Informationen legen nahe, dass Weidel und ihr Umfeld frühzeitig Kenntnis von den Spenden und deren Herkunft hatten. Ihr Sprecher erklärte, sie revidiere keine ihrer Aussagen in der Causa. Der Datensatz des Lecks umfasst rund 284 Gigabyte mit über 420.000 E-Mails und 48.000 Dokumenten, deren Echtheit noch geprüft werden muss.
In Frankreich wurden die Schüsse in Trappes und La Verrière abgegeben, wobei eine automatische Waffe eingesetzt wurde. Neben dem Todesopfer gab es vier Verletzte, darunter ein zwölfjähriges Kind. Die Pariser Anti-Terrorstaatsanwaltschaft hat eine Untersuchung wegen des Verdachts auf gezielte Tötung im Zusammenhang mit einem terroristischen Vorhaben und Waffenbesitz eingeleitet. Innenminister Nuñez sprach von einem "terroristischen Verbrechen", während die Motive noch unklar sind und möglicherweise rassistisch motiviert sein könnten.
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