Volkswagen beschließt umfassendes Sparprogramm und Werksschließungen
Wirtschaft
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1h ago

Volkswagen beschließt umfassendes Sparprogramm und Werksschließungen

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Volkswagen hat einen umfassenden Sanierungsplan verabschiedet, der den Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen vorsieht und die Schließung von vier Werken in den Jahren 2031 bis 2034 beinhaltet. Der Aufsichtsrat einigte sich nach langem Ringen zwischen den Aktionärsfamilien, dem Vorstand, dem Betriebsrat und dem Land Niedersachsen auf das Maßnahmenpaket, das bis 2030 umgesetzt werden soll. Das Ziel ist eine Halbierung des Modellangebots und eine Neuausrichtung der Geschäfte in Nordamerika und China. Die Einigung erfolgte, nachdem der Vorstand mit der Ausweitung des Konflikts auf eine außerordentliche Hauptversammlung gedroht hatte.

Global sollen insgesamt 50.000 Stellen wegfallen, wobei schätzungsweise die Hälfte davon in Deutschland betroffen ist. Dies geschieht zusätzlich zu bereits bestehenden Sparprogrammen, die hierzulande bereits den Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen vorsehen. Die Standorte Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm könnten ohne eine Lösung bis 2034 ihre Produktion einstellen, da dort derzeit keine wettbewerbsfähige Produktion zu angemessenen Kosten möglich ist. Land Niedersachsen und der Betriebsrat betonten, dass keine Werke aufgegeben wurden und keine Werksschließungen besiegelt seien, räumten aber ein, dass die Belegung der Standorte problematisch ist und eine Überkapazität von rund 500.000 Fahrzeugen in Europa besteht.

Der Aufsichtsrat einigte sich auf konkrete Rendite- und Sparziele sowie ein Dutzend Handlungsfelder, um die Effizienz des Unternehmens zu steigern. Besonders hart umstritten war eine grundlegende Strukturreform des Konzerns, die den Einfluss des Betriebsrats reduzieren sollte. Die Einigung stellt einen Rückhalt für den Kurs des Vorstands unter Oliver Blume dar, wobei die Details der Umsetzung in einigen Punkten noch offen bleiben. Linke und rechte Medienquellen betonen unterschiedliche Aspekte der Einigung: Während linke Quellen die sozialen Folgen des Stellenabbaus hervorheben, konzentrieren sich rechte Quellen auf die Notwendigkeit der Sanierung, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Die Börse reagierte erleichtert auf die Einigung, während die Belegschaft weiterhin um ihre Arbeitsplätze fürchtet.

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