Die Republikanische Partei zieht drei Wochen vor den US-Zwischenwahlen am 3. November Wahlkampfmittel aus vier umkämpften Wahlkreisen im Mittleren Westen und an der Ostküste zurück und konzentriert ihre Ressourcen auf andere Bezirke. Der wichtigste republikanische Unterstützerfonds für das Repräsentantenhaus, der Congressional Leadership Fund, stoppt seine Werbeausgaben in Iowa, New Jersey, Ohio und Michigan, während eine mit Donald Trump verbundene Organisation ihre Unterstützung in einem Bezirk rund um Las Vegas kürzt. Diese Entscheidung signalisiert eine defensivere Strategie der Republikaner, da sie feststellen, dass das wirtschaftliche Umfeld ungünstig ist und die Begeisterung in der eigenen Basis nachlässt. Gleichzeitig weiten die Demokraten ihre Zielkarte aus und starten eine Spendenaktion über 17 Millionen Dollar, um zusätzliche Sitze zu erreichen. Der republikanische Stratege David McIntosh sieht nur noch wenige Wahlkreise, in denen die Republikaner Sitze hinzugewinnen könnten, während Wahlkampfstratege Stu Sandler betont, dass die Partei zwar über reichlich Geld verfügt, es aber entscheidend ist, Anhänger zur Wahl zu bewegen. Donald Trump setzt seine Wahlkampftour fort, und seine Rolle bei der Finanzierung der republikanischen Kampagne wird hervorgehoben.
Unsere Einschätzung ist, dass die Kürzung der Wahlkampfmittel durch die Republikaner ein Zeichen dafür ist, dass sie in den genannten Bezirken mit schlechteren Chancen rechnen als ursprünglich erwartet. Die Entscheidung, Ressourcen umzuschichten, deutet darauf hin, dass sie sich auf die Verteidigung bestehender Sitze konzentrieren, anstatt neue zu gewinnen, was durch die ungünstige Wirtschaftslage und die nachlassende Begeisterung der Basis verstärkt wird. Die Ausweitung der Zielkarte der Demokraten und ihre Spendenaktion zeigen, dass sie die Situation als Chance sehen, ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus auszubauen.
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