Der US-Kongress hat ein Gesetz verabschiedet, das darauf abzielt, Russland aufgrund des Krieges in der Ukraine stärker unter Druck zu setzen. Das Gesetz sieht direkte Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Unternehmen vor und soll die russischen Öl- und Gasexporte eindämmen, die den Angriffskrieg finanzieren. Das Repräsentantenhaus stimmte mit 262 zu 159 Stimmen für das Gesetz, nachdem es bereits vom Senat gebilligt worden war. US-Präsident Donald Trump hat seine Zustimmung signalisiert. Das Gesetz, benannt nach dem verstorbenen Senator Lindsey Graham, ermächtigt Trump, Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus den fünf größten Abnehmerländern russischen Öls oder Erdgases zu verhängen, wobei Ausnahmen für Länder gelten, die ihre Importe reduzieren. Kritiker befürchten, dass Trump diese Befugnisse auch gegen Verbündete einsetzen könnte. Gleichzeitig intensiviert die Ukraine ihre militärischen Operationen, indem sie russische Militärstrukturen auf mehreren Fronten angreift, darunter einen Kampfjet auf der Krim und Logistikzentren. Die ukrainischen Streitkräfte melden zudem die Rückeroberung von über zehn Quadratkilometern nördlich von Lyman in der Oblast Donezk. Die Auswirkungen der neuen Sanktionen auf die Beziehungen zu China und Indien, die große Mengen russisches Öl beziehen, bleiben abzuwarten. Es ist unklar, wie Trump die neuen Zollbefugnisse einsetzen wird und welche Konsequenzen dies für die US-Verbraucher und die globalen Energiepreise haben wird.
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