Die Uefa bereitet ein Strafverfahren gegen den Fifa-Präsidenten Gianni Infantino wegen möglicher krimineller Misswirtschaft im Zusammenhang mit dem gescheiterten Plan vor, Anteile an den kommerziellen Rechten der Fußball-Weltmeisterschaften an private Investoren zu verkaufen. Die Uefa hat Dokumente bei einem Gericht in Manhattan eingereicht, um Informationen von der Investmentgesellschaft Thrive Capital Management zu erhalten, die eine Schlüsselrolle in den Plänen spielte. Der europäische Fußballverband wirft Infantino vor, den Deal heimlich mit einer kleinen Gruppe von Beratern und Investoren ausgearbeitet zu haben, ohne die üblichen Entscheidungsprozesse der Fifa zu befolgen. Im Kern geht es um den Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe für Infantino zur Folge haben könnte. Ein Verfahren würde in der Schweiz stattfinden. Die Uefa berät derzeit über weitere Schritte, darunter die mögliche Einleitung des Verfahrens, und hat ihre Drohung mit einem Boykott der Fifa-Turniere vorerst zurückgenommen, nachdem Zusicherungen von der Fifa eingegangen seien, dass ähnliche Pläne in Zukunft vermieden werden. Der Schritt erinnert an den Sturz von Joseph Blatter im Jahr 2015, nachdem die US-Justiz Ermittlungen eingeleitet hatte. Italien hat seine Unterstützung für eine Wiederwahl Infantinos zurückgezogen, während linke und rechte Medien unterschiedliche Schwerpunkte in ihrer Berichterstattung setzen. Linke Quellen betonen die Vorwürfe der Misswirtschaft, während rechte Quellen die möglichen juristischen Konsequenzen hervorheben; unbestritten ist jedoch die Eskalation des Konflikts zwischen der Uefa und Infantino.
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