Die Thüringer BSW-Fraktion steht vor dem Auseinanderbrechen, nachdem zehn weitere Abgeordnete, darunter die drei BSW-Minister Katja Wolf, Steffen Schütz und Tilo Kummer, ihren Austritt aus der Partei angekündigt haben. Die Fraktion besteht nun noch aus zwölf Mitgliedern, will aber vorerst im Landtag verbleiben. Die Abgeordneten begründen ihren Schritt mit einer Abweichung der Bundespartei vom ursprünglichen Gründungskonsens und warnen vor einem „Flirt mit Rechtsradikalen“. Der Sonderparteitag zur Zukunft der Koalition ist abgesagt worden. Der Austritt der Abgeordneten verschärft den Richtungsstreit zwischen der Thüringer Landespartei und der Bundespartei um Sahra Wagenknecht, die eine mögliche Unterstützung der AfD in Sachsen-Anhalt ablehnt. Die Regierungskoalition aus CDU, SPD und BSW verfügt im Thüringer Landtag weiterhin über keine eigene Mehrheit und ist auf Kompromisse mit der Linken angewiesen. Die Zukunft der Fraktion und der Regierungskoalition ist ungewiss, da die ausgetretenen Abgeordneten noch keine Entscheidung über die Neugründung einer Partei oder Fraktion getroffen haben. Die Spitze des BSW Sachsen-Anhalt begrüßt den Austritt von Katja Wolf.
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