Peter de Caluwe wird neuer Intendant der Salzburger Festspiele
Kunst
✓ Neutralisiert
2h ago

Peter de Caluwe wird neuer Intendant der Salzburger Festspiele

KI-synthetisiert · Voreingenommenheit entfernt · Nur Fakten
3 Quellen: 2 links · 0 Mitte · 1 rechts

Peter de Caluwe wird neuer Intendant der Salzburger Festspiele, nachdem das Kuratorium sich gegen eine geplante Doppelspitze entschieden hat. Die Ernennung des belgischen Opernintendanten stellt eine Fortsetzung der musikalischen Ausrichtung unter Gerard Mortier dar, während eine mögliche Führung durch Barrie Kosky und Sophie de Lint an vertraglichen Differenzen scheiterte. Das Kuratorium der Festspiele bestätigte die Entscheidung, die in österreichischen Medien bereits vor der offiziellen Pressekonferenz bekannt wurde.

Die Ernennung de Caluwes erfolgte nach gescheiterten Verhandlungen mit einem Duo aus Sophie de Lint, der Intendantin der Amsterdamer Oper, und dem Regisseur Barrie Kosky. Laut der *Faz* standen Kosky und de Lint ästhetisch konträr zueinander, wobei Kosky ein sinnliches Theater bevorzugt und de Lint eine stärkere gesellschaftspolitische Agenda verfolgt. Eine Doppelspitze hätte die Festspiele demnach in verschiedene Richtungen gezogen. Die *Süddeutsche Zeitung* betont, dass de Caluwe bereits vor zehn Jahren für die Leitung der Wiener Staatsoper kandidierte, sich aber letztendlich Bogdan Roščić durchsetzte.

De Caluwe, der seit 1986 am Théâtre de la Monnaie in Brüssel tätig war, gilt als erfahrener Opernmann und wird die von Gerard Mortier geprägte Ausrichtung der Salzburger Festspiele beibehalten. Die *Faz* beschreibt dies als eine Fortsetzung der „karolingischen Dominanz“, also einer Definition Europas durch die Nachfolgestaaten des Frankenreichs, sowie eine weitere Förderung Neuer Musik. Die *Standard* sieht in der Entscheidung eine Bevorzugung einer klaren Führung gegenüber einem riskanten Doppelprojekt. Es wird hervorgehoben, dass de Caluwe über fundierte Kenntnisse in den Bereichen Stimmen, Stücke, Dirigenten und Regisseure verfügt und die Brüsseler Oper über Jahre hinweg an der europäischen Spitze gehalten hat. Die Entscheidung bedeutet keine neue Sicht auf klassische Musik oder Europa, sondern eher eine Kontinuität in Bezug auf handwerkliche Exzellenz und einen strengen Kunstbegriff.

War das hilfreich?

Originale Berichterstattung lesen

💬 Kommentare

📜 Kommentar-Richtlinie