Die Houthi-Miliz hat die Kontrolle über die gesamte Westküste des Jemen erlangt und stellt damit eine erneute Bedrohung für den internationalen Seehandel dar. Die Gruppe kontrolliert nun die Meerenge Bab al-Mandab, einen wichtigen Schifffahrtsweg, und hat bereits in der Vergangenheit internationale Lieferketten durch Angriffe im Roten Meer gestört. Die Offensive, die am 9. September begann, umfasste den Einsatz von Hunderttausend Kämpfern, ohne dass westliche Geheimdienste oder die saudische Führung dies bemerkten. Die jemenitischen Truppen brachen daraufhin zusammen. Mit der Kontrolle über die Hafenstadt Mocha und die Inseln vor der Meerenge Bab al-Mandab hat die Houthi-Miliz ihre Position als Machtfaktor im Roten Meer gestärkt. Zwölf Prozent des weltweiten Rohöltransports verlaufen durch diese Wasserstraße, die seit der faktischen Blockade der Straße von Hormuz eine wichtige Alternative für Ölexporte darstellt. Die Revolutionswächter des Iran ließen verlauten, dass sie gemeinsam mit ihren Verbündeten den wirtschaftlichen Druck auf die USA und ihre Verbündeten massiv erhöhen könnten. Experten weisen jedoch darauf hin, dass die Houthi-Miliz bestrebt ist, ein eigenständiger Machtfaktor zu werden und sich von der Abhängigkeit vom Iran zu lösen. Dies wird durch eine bemerkenswerte Partnerschaft mit der somalischen Shabab-Gruppe, einem sunnitischen Jihadisten-Netzwerk, unterstützt. Diese Kooperation, die sich seit 2024 intensiviert hat, ermöglicht es den Houthi, Schmuggelrouten auszubauen und ihr politisches Gewicht zu erhöhen. Eleonora Ardemagni vom Istituto per gli Studi di Politica Internazionale in Mailand betont, dass die Houthi keine willfährigen Handlanger Teherans sein wollen, sondern ihr eigenes Netzwerk dirigieren möchten. Die Auswirkungen auf Importe aus Asien und Treibstofflieferungen aus der Golfregion sind derzeit noch nicht abschätzbar, wobei Umwege über Südafrika die Transportkosten um bis zu 2 Millionen Dollar pro Fahrt erhöhen können.
Our reading is that the Houthi’s rapid gains represent a significant escalation of instability in the region, potentially impacting global trade routes. While Iranian support is acknowledged, the article highlights a clear ambition on the part of the Houthi to establish themselves as an independent power player, evidenced by their unusual alliance with a sunnite jihadist group. This suggests a more complex dynamic than simple proxy warfare, and a potential for increased regional fragmentation.
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