Nach monatelangen Bauarbeiten rollen seit Montagmorgen wieder Züge über die neue Sternbrücke in Hamburg. Die viergleisige Bahnbrücke in Altona wurde planmäßig zum 31. August für den Zugverkehr freigegeben, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Projektleiterin Janna Widmaier betonte, dass trotz einiger Herausforderungen, insbesondere Zeitdruck und Oberleitungsarbeiten, die Fertigstellung termingerecht erreicht wurde. Die Brücke, die 3.700 Tonnen schwer ist und Ende Juli in einer aufwendigen Aktion an ihren Platz gehoben wurde, ist ein zentraler Knotenpunkt im Hamburger Schienennetz. Täglich werden voraussichtlich rund 900 Regional-, Fern- und S-Bahnen die Strecke nutzen. Die Bauarbeiten umfassten den Austausch der alten Brücke aus dem Jahr 1926, die Verlegung von rund vier Kilometern Schienen, den Einbau von 3.000 Schwellen und die Verwendung von 8.000 Tonnen Schotter. Die Straßen unter der Brücke bleiben jedoch noch bis zum 7. September bzw. später gesperrt, da zusätzliche Arbeiten am Bahndamm erforderlich waren. Der Einbau der neuen Brücke wird als technische Meisterleistung gewertet und ist von Bedeutung für den angestrebten Deutschlandtakt im Bahnverkehr. Die ersten Züge, darunter ein Regionalexpress aus Kiel und ein ICE nach Basel, passierten die Brücke am frühen Montagmorgen.
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