Bundeswehr plant Ersatz von Transportflugzeugen durch taktische Versionen
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2h ago

Bundeswehr plant Ersatz von Transportflugzeugen durch taktische Versionen

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Image: Spiegel De

Die Bundeswehr erwägt den Kauf von 16 zusätzlichen Airbus A400M-Transportflugzeugen, um 16 derzeit logistisch ausgerichtete Maschinen durch voll einsatzfähige taktische Flugzeuge zu ersetzen. Verteidigungsminister Boris Pistorius kündigte die Pläne bei einem Besuch des Airbus-Werks in Bremen an und begründete sie mit der aktuellen Sicherheitslage. Die Kosten für den Austausch werden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt, wobei die Stückpreise je nach Ausstattung zwischen 150 und 200 Millionen Euro liegen könnten. Pistorius betonte, dass die betroffenen 16 Maschinen nicht für militärische Einsätze im engeren Sinne ausgestattet seien, da ihnen beispielsweise Systeme zur Raketenabwehr fehlten. Durch den Austausch soll die Einsatzbereitschaft der Luftwaffe deutlich erhöht werden. Der Minister lobte den A400M als das „beste Flugzeug seiner Art“, räumte aber ein, dass anfängliche „Kinderkrankheiten“ überwunden worden seien, nachdem es in den 2010er Jahren Probleme mit den Maschinen gab. Bevor die Entscheidung endgültig getroffen wird, muss der Bundestag zustimmen. Partnerländer könnten die ausgemusterten Maschinen erwerben. Die Bundeswehr verfügt derzeit über 53 A400M-Flugzeuge, die in Wunstorf stationiert sind. Die Gespräche mit Airbus sind bereits im Gange, wobei noch Klärungsbedarf besteht, insbesondere hinsichtlich der Einsatzbereitschaft und Betriebskosten. Pistorius erhielt kürzlich vom Rüstungsunternehmen Lockheed Martin den ersten F-35-Kampfjet für die Luftwaffe.

Hintergrund

  • Die Bundeswehr betreibt derzeit 53 Airbus A400M-Transportflugzeuge, stationiert in Wunstorf [Fact Refinery, 2024-02-29].
  • Verteidigungsminister Boris Pistorius kündigte die Pläne für den Austausch von 16 Flugzeugen während eines Besuchs im Airbus-Werk in Bremen an [Fact Refinery, 2024-02-29].
  • Die Kosten für den Austausch der 16 Flugzeuge werden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt, mit Stückpreisen zwischen 150 und 200 Millionen Euro [Fact Refinery, 2024-02-29].
  • Transportflugzeuge wie der A400M werden sowohl für logistische Zwecke als auch für militärische Operationen eingesetzt [background knowledge].

Unsere Einschätzung

Unsere Einschätzung ist, dass die Bundeswehr durch den geplanten Austausch eine deutliche Verbesserung ihrer militärischen Einsatzfähigkeit anstrebt. Die Aussage, dass die auszutauschenden Flugzeuge nicht für militärische Einsätze im engeren Sinne ausgestattet sind, deutet darauf hin, dass die aktuelle Sicherheitslage eine Aufrüstung und taktische Flexibilität erfordert. Obwohl anfängliche Probleme mit dem A400M bestanden, scheint die Bundeswehr nun von der Leistungsfähigkeit dieses Flugzeugtyps überzeugt zu sein.

Worauf zu achten ist

  • Die Zustimmung des Bundestages zum Kauf der zusätzlichen A400M-Flugzeuge ist entscheidend, um den Austausch zu ermöglichen (Bundestagsdokumente).
  • Die Klärung der Einsatzbereitschaft und Betriebskosten in den laufenden Gesprächen mit Airbus wird Aufschluss darüber geben, ob die Pläne realistisch sind (Airbus-Pressemitteilungen, Bundeswehr-Berichte).
  • Die Entscheidung, ob und zu welchen Bedingungen Partnerländer die ausgemusterten Maschinen erwerben können, könnte weitere Details über die strategische Ausrichtung der Bundeswehr offenbaren (Verteidigungsministerium).
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