Social-Media-Influencer bewerben zunehmend Nahrungsergänzungsmittel als „natürliche“ Alternative zu verschreibungspflichtigen Stimulanzien wie Adderall, obwohl es keine wissenschaftlichen Beweise für deren Wirksamkeit gibt. Diese Anzeigen stellen verschreibungspflichtige Medikamente oft negativ dar und werben gleichzeitig für die unbestätigten Vorteile verschiedener Nahrungsergänzungsmittel bei Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS).
Die Werbung erscheint auf Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube. Laut Wired nutzen diese Kampagnen wachsende Bedenken hinsichtlich potenzieller Nebenwirkungen und Zugangsprobleme bei verschreibungspflichtigen Stimulanzien.
Das Kernproblem ist, dass diese beworbenen Nahrungsergänzungsmittel keine strengen Tests und Zulassungsverfahren durchlaufen haben. Während Influencer sie als sicherere oder ganzheitlichere Optionen zur Behandlung von ADHS-Symptomen darstellen, gibt es keine Garantie für ihre Wirksamkeit oder Sicherheit. Die Anzeigen stellen verschreibungspflichtige Stimulanzien aktiv in einem negativen Licht dar, um die Alternativen zu fördern. Wired weist darauf hin, dass dieser Trend Bedenken hinsichtlich irreführender Gesundheitsinformationen und potenziell schädlicher Selbstbehandlung aufwirft.
Der Aufstieg dieser Werbung fällt mit einer erhöhten Nachfrage nach ADHS-Diagnosen und -Behandlungen sowie mit Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Rezepten für Medikamente wie Adderall aufgrund von Lieferkettenproblemen und regulatorischen Änderungen zusammen. Dies schafft ein anfälliges Publikum, das für die Behauptungen von Wellness-Influencern empfänglich ist.
Wir bewerten keine Wahrheit. Wir entfernen den Spin und zeigen Ihnen, welche Perspektiven die Geschichte abgedeckt haben. Sie entscheiden.
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