Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die Ukraine aufgefordert, mehr Waffen von deutschen Herstellern zu bestellen, während Deutschland seinen Status als stärkster Unterstützer der Ukraine betont. Wadephul äußerte Unzufriedenheit über die bisherige Anzahl deutscher Rüstungsaufträge aus Kiew und bot Unterstützung bei der Rückführung ukrainischer Staatsbürger im wehrfähigen Alter aus Deutschland an. Diese Bemühungen erfolgen vor dem Hintergrund neuer russischer Angriffe auf Kiew und der anhaltenden Debatte über die deutsche Unterstützung für die Ukraine.
Wadephul betonte in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung, dass Deutschland mittlerweile der größte Unterstützer der Ukraine in Bezug auf finanzielle und militärische Hilfe sei und dass die deutsche Verteidigungsindustrie davon profitieren müsse. Er habe dies bei seinem jüngsten Besuch in Kiew auch Präsident Selenskyj mitgeteilt. Er forderte, dass die Ukraine bei allen Beschaffungsmaßnahmen die deutsche Verteidigungsindustrie berücksichtige.
Zusätzlich stimmte Wadephul der Forderung von CSU-Chef Markus Söder zu, dass ukrainische Männer im wehrfähigen Alter aus Deutschland in die Ukraine zurückkehren sollten. Die deutsche Regierung könne anhand von Meldedaten helfen, diese Männer zu identifizieren und anzuschreiben, wobei die Rückkehr freiwillig erfolgen solle.
Die Äußerungen erfolgen, nachdem Russland Deutschland im Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle beschuldigt hatte, Kriegsvorbereitungen zu treffen. Wadephul wies diese Vorwürfe scharf zurück und betonte, dass Russland für den Anschlag verantwortlich sei. Russland hat zudem nach einer dreitägigen Pause wieder mit Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt begonnen, bei denen fünf Menschen starben.
Deutschland wird der Ukraine zudem PAC-2-Abfangraketen für das Patriot-System sowie eine größere Stückzahl an AIM-9-Luft-Luft-Raketen liefern, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.
Our reading is that Wadephul is attempting a multi-pronged approach: bolstering Germany’s defense industry through increased Ukrainian orders, while simultaneously addressing domestic political pressure regarding the support for Ukraine. The suggestion regarding Ukrainian citizens in Germany appears to be a concession to hard-right demands, framed as voluntary assistance. The timing, following accusations from Russia and renewed attacks on Kyiv, suggests a desire to demonstrate both resolve and a proactive stance.
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