Eine US-Bundesrichterin hat die von Präsident Donald Trump angeordneten Änderungen am Wahlrecht vorerst gestoppt, gut zwei Monate vor den Zwischenwahlen. Die neuen Regeln hätten der US-Post (USPS) eine zentrale Rolle bei der Kontrolle der Briefwahl zugewiesen, indem sie unter anderem das Design der Wahlumschläge zur Genehmigung hätte vorlegen müssen und die Auslieferung der Unterlagen an in den Wählerverzeichnissen geführte Bürger beschränkt. Richterin Indira Talwani begründete ihre einstweilige Verfügung mit der Wahrscheinlichkeit einer Verfassungswidrigkeit und der praktischen Unmöglichkeit einer Umsetzung vor den Wahlen, da einige Bundesstaaten bereits kommende Woche mit der Briefwahl beginnen. Die Republikaner verteidigen die Pläne mit dem Argument, Wahlbetrug zu verhindern, während Kritiker vermuten, Trump wolle die Stimmabgabe per Briefwahl erschweren, da demokratische Wähler häufiger per Post abstimmen. Der Erlass war bereits einmal vom Obersten Gerichtshof aufgehoben worden, jedoch aufgrund von Verfahrensfehlern und nicht rechtlicher Bedenken. Es wird erwartet, dass die Trump-Regierung gegen die neue Anordnung vorgehen wird. Die Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, in dem etwa ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus neu gewählt werden, und könnte die Machtverhältnisse im Kongress beeinflussen. Die Klagen gegen die Präsidialverfügung wurden sowohl von Bundesstaaten als auch von Nichtregierungsorganisationen eingereicht, die unter anderem die fehlende Befugnis der USPS zur Änderung der Wahlregeln beanstanden.
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