US-Präsident Donald Trump hat seinen Personalvorschlag für die Leitung der Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) überraschend zurückgezogen. Der ehemalige Staatspolizist Lance Schroyer aus Oklahoma sollte die Position übernehmen, doch die Nominierung wurde ohne Angabe von Gründen vom Weißen Haus zurückgezogen, nachdem sie bereits dem Senat vorgelegt worden war. Medienberichten zufolge zeichnete sich im Senat ein schwieriges Verfahren für Schroyers Bestätigung ab. Schroyer verfügt über keine langjährige Erfahrung im Bereich der Einwanderung, wurde von Trump jedoch als Patriot bezeichnet. Er steht dem Heimatschutzminister Markwayne Mullin nahe. Der Posten war frei geworden, nachdem der kommissarische Direktor Todd Lyons zurückgetreten war. ICE war unter Trumps zweiter Amtszeit zum Symbol einer umstrittenen Migrationspolitik geworden, die durch Razzien in demokratisch regierten Städten und den Einsatz von vermummten Beamten gekennzeichnet war. Im Januar starben bei solchen Einsätzen in Minneapolis zwei US-Bürger durch Schüsse von Bundesbeamten. Die Rücknahme des Personalvorschlags lässt die Leitung einer zentralen Behörde in Trumps zweiter Amtszeit weiterhin unbesetzt und stellt einen Rückschlag für Trump dar.
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