US-Präsident Donald Trump hat die Hinrichtung von Nidal Hasan, einem ehemaligen Armeepsychiater, der 2009 auf dem Stützpunkt Fort Hood 13 Menschen tötete und 32 verletzte, genehmigt. Damit könnte es sich um die erste Militärexekution in den USA seit 1961 handeln. Das Pentagon plant, Hasan durch ein Erschiessungskommando hinzurichten. Die Entscheidung erfolgte auf Empfehlung von Verteidigungsminister Pete Hegseth, wenige Tage nachdem ein Hinrichtungsversuch in Tennessee gescheitert war. Hasan, der sich im Prozess selbst verteidigte, bekannte sich schuldig und begründete seine Tat mit dem Schutz von Muslimen und den Taliban in Afghanistan. Das Urteil wurde von einem Gremium aus 13 Offizieren einstimmig gefällt. Laut der New York Times könnten juristische Schritte die Hinrichtung noch verhindern. Die letzte Militärhinrichtung in den USA fand 1961 statt, und seitdem wurden keine Todesurteile mehr vollstreckt. Einige Medien berichten, dass es sich um die erste Hinrichtung auf Bundesebene seit Januar 2021 handeln würde, als Trump in den letzten Wochen seiner Amtszeit 13 Häftlinge exekutieren ließ. Die taz und der Tagesanzeiger datieren die letzte militärische Erschiessung auf 1945, während das Handelsblatt 1961 nennt. Die Wahl der Erschiessungsmethode durch Hegseth wurde vom Ministerium nicht näher erläutert.
Unsere Lesart ist, dass diese Entscheidung eine bewusste Abkehr von jahrzehntelanger Praxis darstellt und eine deutliche Haltung der Regierung signalisiert. Die Genehmigung der Hinrichtung, insbesondere nach einem gescheiterten Versuch in Tennessee, deutet auf eine verstärkte Bereitschaft hin, die Todesstrafe auch im militärischen Kontext anzuwenden. Die unterschiedlichen Datierungen der letzten militärischen Erschiessung in den Medien zeigen eine gewisse Unsicherheit über die genauen historischen Details, während die Betonung des islamistischen Hintergrunds durch einige Quellen auf die Komplexität des Falls hinweist.
Originale Berichterstattung lesen
💬 Kommentare
📜 Kommentar-Richtlinie