Susumu Tonegawa, Japans erster Nobelpreisträger in Physiologie oder Medizin, ist verstorben. Er war ein Molekularbiologe, der für seine Arbeit über Antikörper und die biologische Grundlage des Gedächtnisses bekannt war.
Tonegawa erhielt 1987 den Nobelpreis für seine Entdeckung, wie Antikörpereigene zusammengebaut werden – ein Durchbruch, der aufzeigte, wie das Immunsystem eine so vielfältige Palette von Antikörpern zur Bekämpfung von Infektionen erzeugen kann. Seine Forschung zeigte, dass die Vielfalt der Antikörper nicht in der Keimbahn kodiert ist, sondern durch genetische Rekombination während der Entwicklung von Lymphozyten entsteht.
Tonegawas spätere Arbeit konzentrierte sich auf das Verständnis der molekularen Mechanismen, die dem Gedächtnis zugrunde liegen. Er versuchte, die physikalischen Veränderungen im Gehirn zu identifizieren, die auftreten, wenn Erinnerungen gebildet und gespeichert werden. Laut Nature wurde er als „furchtloser Molekularbiologe beschrieben, der die Funktionsweise von Antikörpern und Gedächtnis aufdeckte“. Der Artikel merkt an, dass sein Tod am 29. Juli 2026 eintrat.
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