Singapur erwägt rechtliche Schritte, da sich der Dunst durch indonesische Waldbrände verschlimmert
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Image: Scmp
Singapur prüft rechtliche Optionen gegen Unternehmen, die für die Luftverschmutzung durch Waldbrände in Indonesien verantwortlich sind, da die Luftqualität im Stadtstaat in dieser Woche „sehr ungesunde“ Werte erreichte. Umweltministerin Grace Fu erklärte, Singapur werde sich „die Optionen offenhalten“, rechtliche Schritte gegen fehlbare Unternehmen einzuleiten. Die Luftqualität, gemessen am Pollutant Standards Index (PSI), lag bis 6 Uhr Ortszeit auf der gesamten Insel zwischen 125 und 206, wobei die westliche Region den höchsten Wert verzeichnete. Ein PSI-Wert von 201 und darüber gilt als „sehr ungesund“. Der im Jahr 2014 erlassene Transboundary Haze Pollution Act erlaubt es Singapur, gegen die für die Brände Verantwortlichen vorzugehen, wenn der resultierende Dunst für 24 Stunden oder länger im ungesunden Bereich bleibt. Das Gesetz richtet sich gegen diejenigen, die Brände verursachen oder dulden. Ein Wert über 300 würde Schulschließungen auslösen.
Singapur sammelt derzeit Daten über den Dunst, um festzustellen, ob die Voraussetzungen für rechtliche Schritte gemäß dem Transboundary Haze Pollution Act erfüllt sind.
Hintergrund
- Der Transboundary Haze Pollution Act wurde 2014 in Singapur verabschiedet und ermöglicht rechtliche Schritte gegen Verantwortliche für Dunst, der 24 Stunden oder länger anhält [Fact Refinery, 2026-10-11].
- Indonesien erlebt regelmäßig Waldbrände in der Trockenzeit, die in diesem Jahr durch das Wetterphänomen El Niño und Landrodungspraktiken verstärkt wurden [Fact Refinery, 2026-10-11].
- Das aktuelle El Niño ist das stärkste jemals aufgezeichnete und wird voraussichtlich bis ins nächste Jahr das Klima beeinflussen, wobei bis Februar 451.000 zusätzliche Todesfälle prognostiziert werden [Fact Refinery, 2026-09-26].
- Der Anak Krakatau brach Anfang September 2026 aus, was den Flugverkehr störte und die Luftqualität in Indonesien beeinträchtigte [Fact Refinery, 2026-09-18].
- Singapur ist ein wichtiger regionaler Knotenpunkt für Handel und Transport, und die Straße von Hormus ist ein kritischer Wasserweg für globale Öl- und Gaslieferungen [Hintergrundwissen].
Unsere Einschätzung
Unserer Einschätzung nach bereitet sich Singapur darauf vor, Unternehmen für die sich verschlimmernde Dunstsituation zur Rechenschaft zu ziehen, was die regionalen Spannungen potenziell eskalieren könnte. Die Berufung auf das Gesetz von 2014 deutet auf eine Ernsthaftigkeit der Absichten hin, die über das bloße Einreichen von Beschwerden hinausgeht, und die erklärte Absicht, sich „die Optionen offenzuhalten“, impliziert die Bereitschaft, rechtliche Wege zu beschreiten, sollten die derzeitigen Bedingungen anhalten. Die Tatsache, dass der PSI bereits „sehr ungesunde“ Werte erreicht hat, ist der entscheidende Auslöser für diese Überlegung.
Worauf zu achten ist
- Ob der PSI für 24 Stunden oder länger im „sehr ungesunden“ Bereich bleibt und damit die Bedingungen für rechtliche Schritte gemäß dem Transboundary Haze Pollution Act auslöst [Website der National Environment Agency von Singapur].
- Jegliche Ankündigungen der singapurischen Regierung bezüglich der spezifischen Unternehmen, gegen die potenzielle rechtliche Schritte gerichtet sind [Pressemitteilungen des singapurischen Ministeriums für Umwelt und Wasserressourcen].
- Der Trend der PSI-Werte in ganz Singapur, insbesondere in der westlichen Region, um zu beurteilen, ob sich die Luftqualität verbessert oder verschlechtert [PSI-Daten der National Environment Agency].
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