Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland mit einer Intensivierung der Drohnenangriffe auf russischem Territorium gedroht, mit dem Ziel, täglich bis zu 1000 Langstrecken-Drohnen einzusetzen. Derzeit führt die Ukraine durchschnittlich über 300 solcher Angriffe aus. Selenskyj betonte, dass diese Angriffe auf Ölraffinerien, Logistikzentren und militärische Ziele abzielen, um die Kosten für Russlands Krieg zu erhöhen. Kremlchef Wladimir Putin räumte wirtschaftliche Schäden ein, spielte diese jedoch herunter. Im Gegenzug drohte Putin der Ukraine mit verstärkten Angriffen.
Selenskyj erklärte, die Ukraine werde auf die russische "Terroreskalation" reagieren und gleichzeitig die Produktion von Abfangraketen gegen russische Drohnen beschleunigen. Er wiederholte, dass das Ziel Kiews darin besteht, Moskau zu Verhandlungen zu zwingen. Die Ukraine habe bereits den russischen Hafen Noworossijsk lahmgelegt und plane, auch andere russische Häfen zu blockieren. Russland greift seinerseits die Schwarzmeerhäfen der Ukraine in der Region Odessa an, wodurch der Schiffsverkehr dort stark eingeschränkt ist.
Selenskyj teilte außerdem mit, dass die USA ihn über Gespräche des CIA-Direktors John Ratcliffe in Moskau informiert hätten. Er dankte Washington für den "angemessenen Ton" dieser Gespräche. Berichten zufolge warnte Ratcliffe bei seinem Besuch vor Angriffen auf NATO-Verbündete, was US-Präsident Donald Trump jedoch nicht kommentierte. Die russische Benzinproduktion ist laut Angaben aus der Ukraine bereits um 30 Prozent gesunken.
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