Jüngste Ankündigungen über potenzielle Lebenszeichen auf K2-18b und dem Mars haben große mediale Aufmerksamkeit erregt, aber eine Umfrage unter Astrobiologen zeigt vorsichtigen Optimismus. Nur ein kleiner Prozentsatz der Experten glaubt, dass die Beweise eindeutig auf außerirdisches Leben hindeuten.
Im Jahr 2025 gab eine Pressemitteilung die „stärksten Hinweise bisher“ auf außerirdisches Leben auf dem Exoplaneten K2-18b bekannt, und der NASA-Administrator Sean Duffy erklärte, dass eine Probe von einem marsianischen Gestein, „Cheyava Falls“, „der bisherige Höhepunkt“ der Entdeckung von Leben auf dem roten Planeten darstelle. Diese Aussagen lösten öffentliche Begeisterung aus, es fehlte jedoch ein Konsens innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft.
Um die Expertenmeinung zu ermitteln, befragte eine Gruppe von Forschern Hunderte von Astrobiologen nach jeder Ankündigung. Die Umfrage konzentrierte sich auf eine einfache Frage: glaubten die Wissenschaftler, dass wahrscheinlich außerirdisches Leben gefunden worden war? Die Ergebnisse zeigten einen vorsichtigen Ansatz in beiden Fällen.
Bezüglich K2-18b berichteten die Forscher über mögliche Spuren von Dimethylsulfid und/oder Dimethyldisulfid, Molekülen, die mit biologischer Aktivität auf der Erde verbunden sind. Allerdings waren sich nur 6,6 % der befragten Astrobiologen einig, dass Wissenschaftler wahrscheinlich außerirdisches Leben gefunden hätten. Fast zwei Drittel waren nicht einverstanden, während 28,0 % neutral blieben. Im Fall von Cheyava Falls auf dem Mars, der potenzielle Biosignaturen in Form von „Leopardenflecken“ (Mineralringen, die oft durch mikrobielle Aktivität auf der Erde entstehen) zu bewahren scheint, waren sich 15,1 % der Astrobiologen einig, dass wahrscheinlich außerirdisches Leben gefunden worden war. Die Ablehnung sank auf 44,6 %, wobei 40,3 % neutral blieben.
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