Bei einem russischen Angriff auf ein Schulgebäude in Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind am Montag mindestens 26 Menschen getötet worden, darunter ein Polizist und zwei Rettungskräfte. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe hätten sich gegen eine Schule gerichtet, die für humanitäre Zwecke genutzt wurde, insbesondere zur Ausgabe von Hilfsgütern. Die Angriffe sollen während der Verteilung von Hilfsgütern stattgefunden haben, wobei ein zweiter Angriff auf einen Schutzraum zielte, in dem sich Menschen in Sicherheit befanden. Der ukrainische Gouverneur Mychailo Semikin teilte mit, dass die Angriffe während der Ausgabe von Hilfsgütern erfolgt seien und Russland damit ein "komplett gegensätzliches Signal" zum möglichen Fortschritt in Friedensgesprächen sende. Die Angriffe erfolgten wenige Stunden nachdem eine sechstägige Feuerpause in der südukrainischen Stadt Oleschky ausgelaufen war. Selenskyj bezeichnete die Angriffe als "entsetzlich" und betonte, dass sie Hoffnungen auf Fortschritte hin zum Frieden zerstörten. Bilder von Rettungsdiensten zeigen ein zerstörtes Gebäude und Rettungskräfte im Einsatz.
Hunderttausende Ukrainer sind nach russischen Angriffen ohne Strom, wie berichtet wird. In Berlin kündigte Friedrich Merz überraschend einen Besuch bei Wolodymyr Selenskyj an. Die USA, Russland und die Ukraine planen in der nächsten Woche neue Dreiergespräche.
Unsere Lesart ist, dass dieser Angriff, der sich gezielt gegen eine Einrichtung richtet, die für humanitäre Zwecke genutzt wird, eine bewusste Eskalation darstellt. Die zeitliche Nähe zum Auslaufen der Feuerpause in Oleschky und die Äußerungen des Gouverneurs legen nahe, dass Russland durch diese Aktion ein Signal gegen mögliche Friedensgespräche sendet. Die gezielte Attacke auf einen Schutzraum verstärkt den Eindruck einer rücksichtslosen Taktik.
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