Die Überreste von 56 Personen wurden am Donnerstag in einem Bestattungsinstitut in Chicago unsachgemäß gelagert und verwesend vorgefunden, teilten die Behörden mit. Die Entdeckung folgt auf monatelange Beschwerden von Anwohnern über einen üblen Geruch, der aus dem Betrieb kam. Beamte des Bundesstaates Illinois haben einem der Direktoren des Bestattungsinstituts die Lizenz entzogen. Dies ist nicht das erste Mal, dass die Betreiber unter Beobachtung stehen; sie betrieben zuvor ein Krematorium, das wegen unsachgemäßer Behandlung von Überresten geschlossen wurde. Der Zustand im Inneren des Bestattungsinstituts wurde als „erbärmlich“ beschrieben, wobei Berichte auf das Vorhandensein von Maden auf den Leichen hinweisen, so die Behörden. Die Chicagoer Polizei ermittelt, hat aber keine Einzelheiten zu möglichen strafrechtlichen Anklagen bekannt gegeben. Keine rechtsgerichteten Medien berichteten über diese Geschichte. Die aktuelle Situation spiegelt frühere Probleme mit demselben Paar wider, das das inzwischen geschlossene Krematorium betrieb und Fragen nach der Aufsicht und Rechenschaftspflicht innerhalb der Bestattungsbranche in Illinois aufwirft. Während die Behörden die unsachgemäße Lagerung von Überresten bestätigt haben, werden Umfang und Dauer des Fehlverhaltens noch untersucht.
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