Ratko Mladić, der ehemalige bosnisch-serbische Militärführer, der wegen Völkermords und Kriegsverbrechen während des Bosnienkrieges von 1992-95 verurteilt wurde, ist im Alter von 84 Jahren in Haft in Den Haag gestorben. Er verbüßte eine lebenslange Haftstrafe, nachdem er für Gräueltaten, einschließlich des Massakers von Srebrenica, bei dem etwa 8.000 bosnische Muslime getötet wurden – dem blutigsten Massaker in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg – schuldig befunden worden war. Er führte auch die Truppen an, die Sarajevo belagerten.
Mladić kommandierte Truppen während des brutalen Konflikts, der über 100.000 Menschenleben forderte. Laut NPR befahl er seinen Truppen, „den bosnischen Muslimen das Gehirn auszubrennen“ und erklärte sich öffentlich zum „serbischen Gott“. Das UN-Kriegsverbrechertribunal verurteilte ihn 2017 zu lebenslanger Haft. Serbische Staatsmedien berichteten, dass er in einem UN-Gefängniskrankenhaus starb, nachdem er in den letzten Monaten mehrere Schlaganfälle erlitten hatte.
Medien wie die New York Times und Politico bezeichnen Mladić als den „Schlächter von Bosnien“, ein Beiname, der das Ausmaß der Gewalt widerspiegelt, die unter seinem Kommando begangen wurde. Tausende von Bosniaken und bosnischen Kroaten wurden von den unter seiner Führung stehenden Streitkräften ermordet, gefoltert und vertrieben. Obwohl die Fakten seiner Verurteilung und seines Todes weitgehend bekannt sind, variiert der Grad der Betonung seiner Brutalität je nach Berichterstattung. Die Frage, wie Mladićs Tod die laufenden Versöhnungsbemühungen auf dem Balkan beeinflussen wird, bleibt offen.
Originale Berichterstattung lesen
💬 Kommentare
📜 Kommentar-Richtlinie