Raketenangriffe auf Kiew: Selenskyj beklagt fehlende Frühwarnungen von Verbündeten
Politik
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1h ago

Raketenangriffe auf Kiew: Selenskyj beklagt fehlende Frühwarnungen von Verbündeten

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Image: Spiegel De

Nach einem weiteren russischen Raketenangriff auf Kiew beklagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass seine Verbündeten keine frühzeitige Warnung vor den Angriffen gegeben hätten. Ziel des jüngsten Angriffs war ein Heizkraftwerk, wobei es auch zu Schäden an einem Wohngebäude kam. Mindestens ein Todesopfer und sechs Verletzte wurden gemeldet. Selenskyj betonte, dass die Raketen erst kurz vor dem Einschlag entdeckt wurden und dass dies bereits das zweite Mal in dieser Woche geschehen sei. Er deutete an, dass die USA die Ukraine nicht mehr vor Angriffen warnten und betonte die Notwendigkeit starker Unterstützung durch Amerika und Europa. US-Präsident Donald Trump bestritt, dass der Austausch von Geheimdienstinformationen mit der Ukraine eingestellt worden sei, während Sicherheitskreisen zufolge ein technisches Problem zu dem Ausbleiben der Warnmeldungen geführt habe. Die Ukraine ist traditionell auf Aufklärungsdaten des US-Militärs und anderer NATO-Mitgliedsstaaten angewiesen. Trump hat zudem einen Deal über Dieselimporte mit Russland ausgehandelt und Selenskyj aufgefordert, bei den nächsten Wahlen einen neuen Präsidenten zu wählen.

Es gibt unterschiedliche Berichte über die Art und den Umfang der Unterstützung, die die Ukraine von ihren Verbündeten erhält. Während Selenskyj eine fehlende Vorwarnung beklagt, versichert Trump, dass die USA weiterhin Geheimdienstinformationen liefern. Die Ursache für das Ausbleiben der Warnungen in der Nacht zum Dienstag wird mit einem technischen Problem begründet, während die Situation in der Nacht zum Mittwoch unklar bleibt. Die Abhängigkeit der Ukraine von Aufklärungsdaten aus dem Ausland unterstreicht die Bedeutung dieser Unterstützung für die Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg.

Wo sie sich unterscheiden

  • Der Standard konzentriert sich hauptsächlich auf Selenskyjs Beschwerde über fehlende Warnungen, ohne detaillierte Informationen über die Angriffe selbst zu liefern.
  • ntv.de und Spiegel Online berichten detaillierter über die Schäden in Kiew, einschließlich des neunstöckigen Wohngebäudes, das in Flammen aufgegangen ist, und die Anzahl der Todesopfer und Verletzten.
  • SRF hebt neben den Raketenangriffen auch die Kritik Selenskyjs an der Wintervorbereitung von Kiew hervor und erwähnt einen Bericht über einen US-Journalisten, der im Ukraine-Krieg inhaftiert ist.
  • FAZ und Handelsblatt betonen ebenfalls die fehlende Vorwarnung, während nzz.ch zusätzlich auf die Äußerungen Trumps bezüglich eines Energie-Waffenstillstands und die Forderung nach einem neuen ukrainischen Präsidenten eingeht.

Was noch nicht bekannt ist

  • Die genaue Ursache des technischen Problems, das zum Ausbleiben der Warnmeldungen führte, ist unklar.
  • Es ist unklar, ob die fehlende Vorwarnung auch für die Angriffe in der Nacht zum Mittwoch gilt.
  • Die langfristigen Auswirkungen des Diesel-Deals zwischen Trump und Russland auf die Unterstützung der Ukraine sind nicht bekannt.

Unsere Einschätzung

Unsere Lesart ist, dass die Kommunikation zwischen der Ukraine und ihren Verbündeten, insbesondere den USA, offenbar gestört ist. Während Selenskyj eine fehlende Vorwarnung beklagt, widerspricht Trump dieser Darstellung, was auf eine Diskrepanz in der Informationsweitergabe hindeutet. Die Berichte über ein technisches Problem könnten ein Versuch sein, die Situation zu entschärfen, doch die wiederholten Vorfälle und Trumps Äußerungen lassen Zweifel an der Zuverlässigkeit der Unterstützung aufkommen.

Worauf zu achten ist

  • Eine offizielle Erklärung der USA zur Ursache des technischen Problems und zur Wiederherstellung der Warnmeldungen. [US-Verteidigungsministerium, bis 2024-03-15]
  • Die Entwicklung der russischen Angriffe in den nächsten Tagen, um festzustellen, ob die fehlende Vorwarnung zu erhöhten Schäden führt. [Ukrainisches Verteidigungsministerium, laufend]
  • Die Reaktion der europäischen Verbündeten auf Selenskyjs Beschwerden und Trumps Einmischung. [EU-Außenbeziehungen, bis 2024-03-22]
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