Die Präsidentin des norwegischen Fußballverbands, Lise Klaveness, hat die Entscheidung der FIFA, einen leitenden Beamten zu entlassen, der Bedenken hinsichtlich der Pläne des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino bezüglich der Weltmeisterschaft geäußert hatte, öffentlich verurteilt und die Aktion als Demonstration von „Führung durch Angst“ bezeichnet. Klaveness fordert andere FIFA-Führungskräfte auf, sich gegen potenziell schädliche Direktiven zu wehren.
Klaveness, die auch Mitglied des FIFA-Rates ist, beschrieb die Entfernung des namentlich nicht genannten leitenden Beamten als „inakzeptabel“. Der Beamte hatte angeblich erklärt, dass Infantino das Personal mit seinem Plan zum Verkauf der Weltmeisterschaft getäuscht habe. Klaveness äußerte sich in einem Interview mit der Associated Press.
Laut Klaveness sendet die Entlassung eine beunruhigende Botschaft an diejenigen innerhalb der FIFA, die möglicherweise zögern, abweichende Meinungen zu äußern. Sie sagte: „Es ist ein klares Signal, dass man bestraft wird, wenn man die Wahrheit anspricht.“ Sie betonte weiter die Notwendigkeit, dass andere Führungskräfte innerhalb der Organisation sich potenziell schädlichen Befehlen entgegenstellen, auch wenn dies Konsequenzen hat.
Klaveness' Kritik unterstreicht die wachsenden Bedenken hinsichtlich der internen Kultur der FIFA unter der Führung von Infantino. Sie glaubt, dass ein Klima der Angst die offene Diskussion erstickt und die Fähigkeit der Organisation, fundierte Entscheidungen zu treffen, behindert. Die Präsidentin des norwegischen Fußballverbands fordert eine transparentere und rechenschaftspflichtigere FIFA, in der konstruktive Kritik willkommen geheißen und nicht unterdrückt wird.
Wir bewerten keine Wahrheit. Wir entfernen den Spin und zeigen Ihnen, welche Perspektiven die Geschichte abgedeckt haben. Sie entscheiden.
Originale Berichterstattung lesen
💬 Kommentare
📜 Kommentar-Richtlinie