Niedersachsen wählt: AfD gewinnt an Zustimmung, Parallelen zu Ostdeutschland
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39m ago

Niedersachsen wählt: AfD gewinnt an Zustimmung, Parallelen zu Ostdeutschland

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In Niedersachsen finden Kommunalwahlen statt, bei denen die AfD laut Umfragen an Zustimmung gewinnt und nun bei 21 Prozent liegt – fast eine Verdoppelung im Vergleich zur Landtagswahl 2022. Rund 6,3 Millionen Menschen sind zur Wahl aufgerufen, bei der über 29.000 Sitze und 68.000 Kandidaturen vergeben werden. Die Wahl gilt als Stimmungsbild vor der Landtagswahl 2027, insbesondere angesichts der Krise beim Automobilkonzern Volkswagen. Die AfD wird vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisches Beobachtungsobjekt eingestuft, was die Partei juristisch anfechtet; vier AfD-Kandidaten wurden aufgrund von Zweifeln an ihrer Verfassungstreue nicht zur Wahl zugelassen.

Die Umfragen zeigen, dass die AfD nicht nur in den ostdeutschen Bundesländern, sondern auch in Niedersachsen, wo CDU und SPD traditionell die Wahlsiege errungen haben, an Bedeutung gewinnt. In den Landkreisen, Städten und Gemeinden werden Kommunalvertretungen, Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte gewählt. In Hannover könnte die SPD bei der Oberbürgermeisterwahl eine mögliche Stichwahl verpassen, was die Personaldebatten innerhalb der Partei um den niedersächsischen Vizekanzler Lars Klingbeil weiter befeuern könnte. Der Grüne-Politiker Belit Onay liegt in den Umfragen zur OB-Wahl vorn.

Interessanterweise gibt es Parallelen zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen: In beiden Ländern wird der AfD Vetternwirtschaft vorgeworfen, darunter Postengeschacher und mögliche Veruntreuung von Geldern. Die AfD in Niedersachsen war bei der Bundestagswahl 2019 in Wolfsburg fast so stark geworden wie die SPD, obwohl beide hinter der CDU lagen. Bei den Kommunalwahlen 2021 hatte die AfD auf Kreisebene noch lediglich 4,6 Prozent erreicht. Die CDU war mit 31,7 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der SPD mit 30,0 Prozent, den Grünen mit 15,9 Prozent, der FDP mit 6,5 Prozent und der Linken mit 2,8 Prozent.

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