Netflix hat eine Stellungnahme zu einer Klage wegen Verleumdung abgegeben, die von Tyra Banks im Zusammenhang mit der Dokumentarserie über „America’s Next Top Model“ eingereicht wurde. Der Streaming-Dienst argumentiert, dass Banks sich dessen bewusst ist und zuvor ein ähnliches redaktionelles Ermessen ausgeübt hat, wie sie es nun in der Serie beanstandet.
Die Klage von Banks konzentriert sich auf Behauptungen innerhalb des Dokumentarfilms. Netflix’ Reaktion geht direkt auf diese Behauptungen ein und argumentiert, dass Banks selbst während ihrer 24-jährigen Tätigkeit als Schöpferin, Moderatorin und ausführende Produzentin von „America’s Next Top Model“ vergleichbare redaktionelle Entscheidungen getroffen hat.
Laut der Einreichung „versteht Banks redaktionelles Ermessen. Sie schuf, moderierte und produzierte 24 Staffeln von ANTM und traf dabei die gleichen Arten von redaktionellen Entscheidungen, die sie nun kritisiert – welche Aufnahmen einbezogen werden sollen, welche weggelassen werden sollen und wie konkurrierende Erzählungen präsentiert werden sollen.“ Dies deutet darauf hin, dass Netflix’ Hauptverteidigung darin besteht, dass Banks angesichts ihrer umfangreichen Erfahrung mit ähnlichen Praktiken nicht glaubwürdig gegen die in der Dokumentarserie getroffenen redaktionellen Entscheidungen argumentieren kann.
Die Stellungnahme impliziert, dass die Dokumentarserie eine Erzählung präsentiert, die aus verfügbarem Filmmaterial zusammengestellt wurde – ein Prozess, der Banks vertraut ist. Die Einreichung hebt hervor, dass sie zuvor diese gleichen Entscheidungen bezüglich der Auswahl und Präsentation von Inhalten für „America’s Next Top Model“ kontrollierte und somit jede Behauptung über böswillige Absicht oder Verleumdung durch Netflix untergräbt.
Wir bewerten keine Wahrheit. Wir entfernen den Spin und zeigen Ihnen, welche Perspektiven die Geschichte abgedeckt haben. Sie entscheiden.
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