Überschwemmungen in Nepal fordern Hunderte Tote, Tausende vermisst nach Gletscherbruch
Politik
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1h ago

Überschwemmungen in Nepal fordern Hunderte Tote, Tausende vermisst nach Gletscherbruch

KI-synthetisiert · Voreingenommenheit entfernt · Nur Fakten

Ein Gletscherseeausbruch in Nepal hat bis Freitag mindestens 579 Menschen getötet und über 1.900 vermisst, wobei die Rettungsarbeiten durch schwieriges Gelände und steigende Flusspegel behindert werden. Die Katastrophe begann am Mittwochmorgen, als ein Gletscher zwischen Tibet und Nepal zerbrach und eine Kaskade aus Wasser, Schlamm und Geröll den Bhote Koshi Fluss hinunterstürzte. Die Auswirkungen wurden zunächst als Erdbeben gemeldet.

Sangke Dolma Tamang, 61, aus dem Dorf Mailung im Bezirk Rasuwa, verlor bei der Flut ihren Mann und ihr Zuhause. Sie erzählte, wie ihre Familie in Sicherheit floh, aber das Wasser ihren Mann mitriss, trotz Rettungsversuchen. Murali Maiya Tamang, 60, ebenfalls aus Rusawa, sah, wie ihr Haus weggetragen wurde und wartet verzweifelt auf Nachrichten von ihrem Sohn, der sich zu diesem Zeitpunkt im Dorf befand. Prem Bahadur Tamang sucht nach seinem Neffen Sangyam Rumba, einem Reiseleiter, der zuletzt gesehen wurde, wie er mit ausländischen Touristen am Fluss Trishuli spazieren ging. „Wie kann jemand diese Flut überleben? Sie stürzte herab wie ein riesiges Monster, das alles verschlang“, sagte Prem.

Die Rettungsaktionen konzentrieren sich auf die Suche nach Überlebenden, wobei Hubschrauber Gerettete aus den überfluteten Gebieten transportieren und Vorräte liefern. Brigadier General Raja Ram Basnet der nepalesischen Armee erklärte, dass die Hubschrauberrettungen so lange fortgesetzt würden, bis noch Vermisste gefunden werden, und räumte die Schwierigkeit ein, die Gesamtzahl der Todesopfer zu ermitteln. US-amerikanische Familien warten ebenfalls auf Nachrichten von etwa 90 Amerikanern, deren Aufenthaltsort in der Region unbekannt ist. Während Nepal von einem schnell steigenden Todesopfer berichtet, geben chinesische Behörden an, dass auf ihrer Seite der Grenze nur fünf Todesfälle aufgetreten sind, eine Diskrepanz, die angesichts des Epizentrums der Katastrophe bemerkt wurde. Die Bodenrettungsarbeiten wurden am Freitag aufgrund steigender Flusspegel eingestellt, aber die Luftrettung geht weiter. Die Situation bleibt besonders undurchsichtig in Tibet aufgrund strenger Medienkontrolle.

Das Ausmaß der Katastrophe ist immens, ganze Dörfer und Stadtteile wurden weggerissen, so dass unzählige Menschen mit wenig oder gar keinem Besitz zurückbleiben. Die langfristigen Folgen für die Überlebenden und die Region bleiben ungewiss.

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