NASA-Wissenschaftler verfolgen saisonale Verschiebungen des Erdmassezentrums, die durch die Umverteilung von Wasser, Eis und Luft verursacht werden. Unter der Leitung von Donald Argus vom Jet Propulsion Laboratory der NASA entwickelte das Team eine neue Technik zur Berechnung dieser Bewegungen mit erhöhter Präzision, was für Satellitennavigation und Höhenmessungen entscheidend ist.
Das Erdmassezentrum ist nicht fixiert; es dreht sich um den geometrischen Mittelpunkt des Planeten um bis zu mehrere Millimeter, bedingt durch die saisonale Verschiebung des Gewichts von Wasser, Eis und Luft. Frühere Schätzungen aus den Jahren 2017 und 2023 wichen um 0,27 Zoll (7 Millimeter) ab, eine signifikante Differenz angesichts des Ausmaßes der Bewegung. Die Forschung, die in einer neuen Studie im Geophysical Journal International detailliert beschrieben wird, zielt darauf ab, diese Unsicherheit zu verringern.
Argus und sein Team verbesserten bestehende Methoden, indem sie hochpräzise Satellitenverfolgung mit GPS-Daten von Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn kombinierten. Sie berücksichtigten auch, wie das Gewicht von Wasser und Eis die Erdkruste verformt und so die Position der Bodenstationen beeinflusst. Dies baut auf früheren Arbeiten auf, die Lasergeodynamik-Satelliten (LAGEOS 1 und 2) nutzten, die 1976 bzw. 1992 gestartet wurden und von über 20 Ländern mit Laserpräzision verfolgt werden.
Die neue Technik ermöglicht es Wissenschaftlern, die jährliche Bewegung des Erdmassezentrums genauer zu schätzen. Das Team umfasste Forscher der University of Nevada, der University of Montana und des Helmholtz-Zentrums für Geowissenschaften in Deutschland.
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